Bild folgtKI-generierte IllustrationCorydalis cava subsp. cava
Auch bekannt als: Corydalis cava subsp. cava
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Arten
interagieren
11
Interaktionen
dokumentiert
Den Hohlen Lerchensporn erkennst du an seinen traubenförmigen, violetten oder weißen Blüten mit dem charakteristischen langen Sporn und den zart gefiederten Blättern. Er ist ein unverzichtbarer Frühlingsbote für naturnahe Gärten, da er Nahrung bietet, wenn viele andere Pflanzen noch ruhen. Besonders der seltene Schwarze Apollo (Parnassius mnemosyne) profitiert von ihm, da seine Raupen auf diese Pflanze angewiesen sind. Auch die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) besucht ihn in den frühen Morgenstunden. Wenn du ein schattiges Plätzchen unter Bäumen hast, ist er eine wunderbare Bereicherung für deinen Garten.
Überlebenshilfe für den Schwarzen Apollo und erster Nektar im Schattengarten
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Hohle Lerchensporn eine existentielle Lebensgrundlage für den Schwarzen Apollo (Parnassius mnemosyne), dessen Larven ausschließlich an dieser Gattung fressen. Aufgrund der tiefen Blütenröhren ist er zudem eine wichtige Nektarquelle für langrüsselige Insekten wie das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum). Auch die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und die Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) zählen zu den regelmäßigen Besuchern. Da er bereits sehr früh im Jahr blüht, schließt er eine kritische Versorgungslücke für erwachende Insekten.
Der Hohle Lerchensporn ist nicht kindersicher, da er in allen Pflanzenteilen giftige Alkaloide enthält. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit dem Gefingerten Lerchensporn (Corydalis solida), der jedoch eine massive, nicht hohle Knolle besitzt. Beim Pflanzen oder Teilen der Knollen solltest du sicherheitshalber Gartenhandschuhe tragen.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mär – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Standort: Wähle einen schattigen Platz, idealerweise unter sommergrünen Laubbäumen.
Boden: Die Pflanze ist ein Starkzehrer (benötigt nährstoffreiche Erde) und bevorzugt frische (mäßig feuchte) Bedingungen.
Pflanzzeit: Setze die Knollen im März bis Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Er ist sehr pflegeleicht, da er nach der Blüte im Mai komplett einzieht; das Laub sollte man einfach vergilben lassen.
Vermehrung: Die Ausbreitung erfolgt oft durch Myrmekochorie (Samenverbreitung durch Ameisen), die die Samen in ihre Nester tragen.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) - beide teilen den Lebensraum im lichten Schatten und bilden zusammen einen geschlossenen Frühlingsaspekt im Halbschatten.
Der Hohle Lerchensporn gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und ist eine heimische Art unserer Laubmischwälder. Er ist ein typischer Frühjahrsgeophyt (eine Pflanze, die den Rest des Jahres unter der Erde überdauert) und zeichnet sich durch seine namensgebende, im Alter hohl werdende Knolle aus. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigene Art ist er perfekt an unser Klima in Deutschland, Österreich und der Schweiz angepasst.
1 Video zu Hohler Lerchensporn

7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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