Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix daphnoides
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Arten
Die Reif-Weide erkennst du sofort an ihren auffällig blau-weiß bereiften jungen Zweigen und den silbrig glänzenden Kätzchen, die oft schon im Spätwinter erscheinen. In deinem Naturgarten spielt sie eine entscheidende Rolle als eine der ersten Nahrungsquellen im Jahr. Besonders die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und die Erdhummel (Bombus terrestris) sind auf ihren frühen Pollen angewiesen. Auch für Raupen wie die des Zickzack-Zahnspinners (Notodonta ziczac) ist sie lebensnotwendig. Da sie auf der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Pflanzung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Wenn du einen sonnigen Platz mit normalem Boden hast, ist dieser Strauch ein wertvoller Gewinn.
Blaue Zweige und erste Hilfe für Hummeln: Ein seltener Schatz für den Vorfrühling.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Reif-Weide ein Magnet für spezialisierte Insekten im Vorfrühling. Die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und die Erdhummel (Bombus terrestris) nutzen sie als eine ihrer ersten Tankstellen nach dem Winterschlaf. Für die Raupen des Zickzack-Zahnspinners (Notodonta ziczac) stellt das Laub eine unverzichtbare Nahrungsgrundlage dar. Auch Käferarten wie der Gemeine Zwergprachtkäfer (Agrilus angustulus) finden in ihrem Holz und auf der Rinde einen Lebensraum. Da die Pflanze oft schon im Februar blüht, schließt sie eine kritische Versorgungslücke, wenn kaum andere heimische Arten Pollen anbieten.
Bitte beachte, dass die Reif-Weide als nicht kindersicher eingestuft wird. Die Rinde enthält Salicylate (natürliche Wirkstoffe, die im Körper zu Salicylsäure umgewandelt werden), was bei Verzehr zu Unverträglichkeiten führen kann. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen bläulichen Zweigbereifung kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Apr
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
7.21 m
Wähle für deine Reif-Weide einen vollsonnigen Platz im Garten aus. Da sie als Mittelzehrer (Pflanze mit normalem Nährstoffbedarf) gilt, reicht ein herkömmlicher Gartenboden völlig aus. Wichtig ist, dass die Erde frisch (mäßig feucht) bleibt, da Weiden keine extreme Trockenheit mögen.
Pflanzzeit: Am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November pflanzen.
Pflege: Sie ist sehr schnittverträglich; ein Rückschnitt sollte jedoch erst nach der Blüte erfolgen, um den Insekten nicht die Nahrung zu nehmen.
Vermehrung: Das Stecken von verholzten Zweigen im Frühjahr ist meist erfolgreich.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Purpur-Weide (Salix purpurea) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und fördern die Biodiversität in einer naturnahen Hecke. Auch die Gewöhnliche Schlüsselblume (Primula veris) passt ökologisch gut dazu, da sie zeitgleich den Bodenbereich belebt.
Die Reif-Weide (Salix daphnoides) gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch). Ursprünglich besiedelt sie alpine Flusslandschaften und Kiesbänke, was ihre Vorliebe für lichtreiche Standorte erklärt. Eine botanische Besonderheit ist die Ektomykorrhiza (EM), eine Symbiose zwischen Pilz und Wurzel, bei der der Pilz die Feinwurzeln wie ein Mantel umschließt und die Nährstoffaufnahme verbessert. Mit der Gefährdungsstufe 2 auf der Roten Liste gilt sie regional als stark gefährdet.
3 Videos zu Reif-Weide



3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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