
Allium ursinum
Auch bekannt als: Ramsell, Wilder Knoblauch, Wilder Lauch, Ränsel, Knoblauchspinat, Hexenzwiebel, Waldlauch, Bärenlauch, Waldknoblauch, Latschenknofel, Zigeunerlauch
69
Arten
interagieren
84
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Bär-Lauch (Allium ursinum) sofort an seinen breiten, lanzettlichen Blättern und dem intensiven Knoblauchduft, den sie beim Zerreiben verströmen. Er ist ein unverzichtbarer Frühjahrsblüher für den schattigen Naturgarten und bietet lebenswichtige Nahrung für spezialisierte Insekten. Besonders die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) profitiert von dem reichhaltigen Nektarangebot der weißen Sternblüten. Auch für dich als Gärtner ist er ein pflegeleichter Verbündeter, der dunkle Ecken unter Bäumen in ein weißes Blütenmeer verwandelt. Wenn du im Februar die ersten Spitzen aus der Erde kommen siehst, ist er einer der dankbarsten Frühlingsboten überhaupt.
Weißes Blütenmeer im Schatten: Die erste große Nektarquelle für Wildbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Bär-Lauch eine zentrale Versorgungsstation für Wildbienen im zeitigen Frühjahr. Die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) nutzen die Blütezeit von April bis Juni intensiv zur Nektaraufnahme. Auch Schmetterlinge werden von den Duftstoffen angelockt, darunter der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und der Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas). Da die Pflanze oft flächige Bestände bildet, dient sie als wertvolle Massentracht (ein überreiches Nahrungsangebot an einem Ort). Das hilft besonders den Insekten, die nach der Überwinterung einen hohen Energiebedarf haben. Ein Rückzug der Pflanze im Frühsommer macht Platz für die Vegetation des Hochsommers.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.31 m
Wähle einen Standort im Halbschatten oder Schatten, zum Beispiel unter Laubgehölzen.
Der Boden sollte nährstoffreich, locker und stets ausreichend feucht sein.
Die Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Setze die Zwiebeln etwa 5 bis 10 Zentimeter tief in die Erde.
Im Frühjahr benötigt die Pflanze keine zusätzliche Düngung, sofern du das Herbstlaub der Bäume als natürlichen Mulch (Schutzschicht aus organischem Material) liegen lässt.
Achte darauf, den Boden im Sommer nicht komplett austrocknen zu lassen, auch wenn die Pflanze bereits eingezogen ist.
Eine Vermehrung erfolgt ganz von selbst über Tochterzwiebeln und die Ausbreitung der Samen.
Schneide die vergilbten Blätter nach der Blüte im Juni nicht ab, sondern lass sie natürlich vergehen.
So stellst du sicher, dass die Kraft in die Zwiebel für das nächste Jahr zurückkehrt.
Gute Partnerin: Die Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum) – beide lieben feuchte Schattenplätze und ergänzen sich optisch im frühen Gartenjahr.
Der Bär-Lauch gehört zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er wächst bevorzugt in nährstoffreichen Laubmischwäldern, wo er feuchte, humose Böden vorfindet. Botanisch wird er als Geophyt (Pflanze, deren Überdauerungsorgane unter der Erdoberfläche liegen) bezeichnet, da er den Großteil des Jahres als Zwiebel im Boden ruht. Seine weißen Blüten bilden eine Scheindolde (Blütenstand, bei dem alle Einzelblüten auf annähernd gleicher Höhe enden), was ihn von anderen Zwiebelpflanzen unterscheidet.
2 Videos zu Bär-Lauch


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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_337416169
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