
Viola odorata
Auch bekannt als: Duftveilchen, Wohlriechendes Veilchen
36
Arten
interagieren
49
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Das März-Veilchen verrät sich durch seinen intensiven, süßlichen Duft und die tiefvioletten Blüten, die oft schon im Februar aus den herzförmigen Blättern hervorspringen. Diese Pflanze ist ein unersetzlicher Baustein im Naturgarten, da sie zu den frühesten Nektarquellen des Jahres zählt. Besonders die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) sind auf diese frühe Stärkung angewiesen. Wenn du einen halbschattigen Platz unter Hecken hast, kannst du mit dieser Art kaum etwas falsch machen. Sie zeigt dir an, dass das Gartenjahr endlich beginnt.
Frühschicht für Wildbienen: Duftende violette Energie ab Februar.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das März-Veilchen eine überlebenswichtige Station für frühe Flieger. Die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) nutzt die Blüten intensiv, um nach dem Winter erste Energie zu sammeln. Auch Tagfalter wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) finden sich an den violetten Blüten ein. Für die Hausmutter (Noctua pronuba), eine weit verbreitete Nachtfalterart, dient die Pflanze ebenfalls als Nahrungsquelle. Da die Blütezeit bereits im Februar beginnt, füllt sie eine kritische Lücke im Nahrungsangebot, bevor die meisten anderen Gartenpflanzen erwachen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Feb – Apr
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.09 m
Standort: Am besten gedeiht das Veilchen im Halbschatten, etwa unter laubabwerfenden Gehölzen.
Boden: Die Pflanze ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt daher einen nährstoffreichen, fetten Boden.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein; Trockenheit im Frühjahr verkürzt die Blütezeit.
Pflanzzeit: Du kannst es im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Lass die Pflanze gewähren, damit sie sich über ihre Ausläufer ausbreiten kann.
Vermehrung: Bestehende Polster lassen sich nach der Blüte einfach teilen und umpflanzen.
Kombinationsempfehlung: Ein idealer Partner ist das Echte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis). Beide teilen die Vorliebe für frische, nährstoffreiche Böden im Halbschatten und bieten Bestäubern wie der Gehörnten Mauerbiene (Osmia cornuta) eine wichtige Nahrungsgrundlage im zeitigen Frühjahr.
Das März-Veilchen (Viola odorata) gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae). Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und gilt als Archäophyt (eine Pflanzenart, die bereits vor 1492 eingeführt wurde oder indigen ist). Typischerweise besiedelt es lichte Gebüsche und Waldränder auf nährstoffreichen Böden. Ein markantes Merkmal sind die oberirdischen Ausläufer (kriechende Seitensprosse), mit denen die Pflanze dichte Teppiche bilden kann. Die herzförmigen Blätter bleiben in milden Wintern oft lange grün.
2 Videos zu März-Veilchen


31 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_554848601
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