
Eranthis hyemalis
Auch bekannt als: Helleborus hyemalis
7
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Winterling durch seine leuchtend gelben Schalenblüten auf, die unmittelbar über einem krausen grünen Blattkranz sitzen. Er gehört zu den allerersten Frühlingsboten, die oft schon im Januar den Boden bedecken. Für deinen Naturgarten ist er ökologisch wertvoll, da er eine lebenswichtige Energiequelle für früh fliegende Insekten wie die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) darstellt. Da er sich über Selbstaussaat stetig ausbreitet, bildet er mit den Jahren goldene Teppiche unter deinen Gehölzen. Du machst hier alles richtig, wenn du ihm einen Platz suchst, an dem er ungestört verwildern darf und so den ersten Bestäubern den Start ins Jahr erleichtert.
Goldener Energieschub: Der Winterling rettet die Gehörnte Mauerbiene ab Januar.
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Als eine der frühesten Trachtpflanzen (Pflanzen mit hohem Nektar- oder Pollenangebot) ist der Winterling eine Rettung für Insekten, die bei den ersten Sonnenstrahlen erwachen. Zu den regelmäßigen Besuchern zählt die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta), die bereits bei kühlen Temperaturen aktiv ist. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) und die Hosenbiene (Dasypoda) nutzen das Angebot an Pollen und Nektar intensiv. Da er bereits ab Januar blüht, füllt er eine kritische Versorgungslücke im Naturhaushalt, noch bevor die meisten anderen heimischen Wildblumen austreiben.
Der Winterling ist nicht kindersicher, da alle Pflanzenteile, insbesondere die Knollen, giftige Inhaltsstoffe enthalten. Achte darauf, wenn kleine Kinder oder Haustiere in deinem Garten spielen. Eine Verwechslungsgefahr besteht gelegentlich mit dem Scharbockskraut (Ficaria verna), das jedoch keine Blattkrause direkt unter der Blüte besitzt und erst etwas später im Jahr blüht.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jan – Mär
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.1 m
Standort : Wähle einen schattigen bis halbschattigen Platz, idealerweise unter laubabwerfenden Hecken.
Boden : Er benötigt einen frischen (mäßig feuchten) und normalen Gartenboden, der nicht austrocknen sollte.
Pflanzzeit : Du kannst die Knollen von September bis Ende November oder vorgezogene Pflanzen von März bis Mai setzen.
Pflanzung : Weiche trockene Knollen vor dem Stecken über Nacht in Wasser ein, damit sie besser anwurzeln.
Pflege : Lass das Laub nach der Blüte unbedingt vollständig vergilben, damit die Pflanze Nährstoffe für das nächste Jahr speichern kann.
Vermehrung : Der Winterling versamt sich selbst, solange du den Boden im Frühsommer nicht durch Hacken störst.
Mykorrhiza : Die Art geht eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza, eine Symbiose mit Bodenpilzen) ein, was die Nährstoffaufnahme verbessert.
Kombination : Eine gute Partnerin ist das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis). Beide teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich optisch zum perfekten Vorfrühlingsaspekt.
Der Winterling (Eranthis hyemalis) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und stammt ursprünglich aus Südeuropa. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt er heute als fest eingebürgerter Neophyt (Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde). Er ist ein klassischer Geophyt (Pflanze, die den Winter unter der Erde überdauert), der aus einer knollig verdickten Wurzel austreibt. Typisch ist das Involucrum (Hüllblattkranz), das wie eine Halskrause direkt unter der Blüte sitzt und die Fortpflanzungsorgane schützt.
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7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1934762812
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