Bild folgtKI-generierte IllustrationHyacinthus orientalis
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Unverwechselbar ist die Gartenhyazinthe (Hyacinthus orientalis) an ihrem kräftigen, kolbenartigen Blütenstand, der mit zahlreichen, intensiv duftenden Glockenblüten besetzt ist. In deinem Naturgarten übernimmt sie eine wichtige Funktion als frühe Energiequelle, da sie bereits im Vorfrühling blüht. Besonders die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und die Honigbiene (Apis mellifera) steuern die nektarreichen Blüten an sonnigen Tagen gezielt an. Da die Auswahl an Nahrung zu dieser Jahreszeit noch gering ist, leistest du mit dieser Zwiebelpflanze einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Schau doch mal, ob du ein Plätzchen für dieses Duftwunder in deinem Beet reservieren möchtest.
Duftende Kraftquelle im Vorfrühling für die Gehörnte Mauerbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Gartenhyazinthe eine wichtige Nahrungsquelle für die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta). Auch die Honigbiene (Apis mellifera) nutzt das frühe Nektarangebot intensiv, um das Volk nach dem Winter zu stärken. Interessanterweise finden sich zudem Belege für Besuche der Hosenbiene (Dasypoda), was die Attraktivität für verschiedene Wildbienen unterstreicht. Da die Pflanze oft schon ab März blüht, schließt sie eine kritische Versorgungslücke im Vorfrühling. Während viele heimische Wildblumen noch im Austrieb sind, bietet die Hyazinthe bereits hochkonzentrierte Energie für die ersten Flieger der Saison.
Bitte beachte, dass die Gartenhyazinthe nicht kindersicher ist. Alle Pflanzenteile, insbesondere die Zwiebeln, enthalten hautreizende Stoffe und sind bei Verzehr giftig. Trage beim Einpflanzen am besten Handschuhe und achte darauf, dass kleine Kinder oder Haustiere keine Teile der Pflanze in den Mund nehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Mai
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.33 m
Wähle für die Hyazinthe einen sonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte gut durchlässig sein, um Staunässe (stehendes Wasser, das die Zwiebeln faulen lässt) zu vermeiden.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen (frostfrei) ist.
Eine Pflanzung im Frühjahr zwischen März und Mai ist ebenfalls möglich.
Setze die Zwiebeln etwa 10 bis 15 Zentimeter tief in die Erde.
Die Pflanze geht eine AM-Mykorrhiza (eine nützliche Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Bodenpilzen) ein.
Schneide verblühte Stängel ab, aber lass das Laub unbedingt stehen, bis es vollständig gelb geworden ist.
So kann die Pflanze die Nährstoffe für das nächste Jahr zurück in die Zwiebel ziehen.
Eine Vermehrung erfolgt unkompliziert über Brutzwiebeln, die sich seitlich an der Hauptzwiebel bilden.
Gute Partnerin: Das Echte Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) – beide bevorzugen ähnliche Standorte und ergänzen sich hervorragend im frühen Blühaspekt.
Die Gartenhyazinthe (Hyacinthus orientalis) wird taxonomisch zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) gezählt. Ursprünglich im Orient beheimatet, ist sie heute in Regionen wie Österreich als fester Bestandteil der Gartenflora etabliert. Morphologisch zeichnet sie sich als Geophyt (Pflanze, die ungünstige Zeiten in unterirdischen Speicherorganen überdauert) aus, der seine Kraft in einer robusten Zwiebel bündelt. Die fleischigen, schmal-lanzettlichen Blätter erscheinen zeitgleich mit dem kräftigen Blütenstängel, der die charakteristische Blütentraube trägt.
2 Videos zu Gartenhyazinthe


5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →