Bild folgtKI-generierte IllustrationCeratina cyanea (Kirby, 1802)
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Du erkennst die Kleine Blaue Holzbiene an ihrer auffälligen, metallisch-blau glänzenden Färbung und dem zierlichen, schlanken Körperbau. In deinem Garten ist sie von März bis September aktiv und bringt meist eine Generation pro Jahr hervor. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln in selbst genagte Gänge in markhaltigen Stängeln ab, wobei sie jeden Hohlraum sorgsam mit Pollen füllt. Im Frühling besucht die Biene zur Nahrungssuche den Kriechenden Hahnenfuß (Ranunculus repens) und das Gänse-Fingerkraut (Potentilla anserina). Während des Sommers findest du sie häufig an der Schwarzen Flockenblume (Centaurea nigra) oder der Berg-Jasione (Jasione montana). Im Spätsommer dienen das Große Flohkraut (Pulicaria dysenterica) und die Kratzbeere (Rubus caesius) als wichtige Energiequellen. Die Larven ernähren sich ausschließlich von dem Gemisch aus Pollen und Nektar, das die Mutter im Stängel deponiert hat. Das erwachsene Tier überwintert in einer Kältestarre (Zustand stark reduzierten Stoffwechsels) in hohlen oder markhaltigen Pflanzenstängeln wie denen der Himbeere (Rubus idaeus). Du kannst diese Art aktiv fördern, indem du verblühte Stängel von Brombeeren oder Fingerkraut über den Winter stehen lässt. Achte darauf, beim Rückschnitt im Frühjahr markhaltige Triebe zu erhalten, um die Nistplätze nicht zu zerstören.
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Diese Wildbiene ist völlig harmlos und ein friedlicher Gartenbesucher, der sich ausschließlich auf die Bestäubung konzentriert. Sie ist nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt und darf nicht gefangen oder beeinträchtigt werden. Da sie nicht aggressiv ist, besteht für dich oder deine Haustiere keinerlei Gefahr durch Stiche.
Die Kleine Blaue Holzbiene gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt sonnige Waldränder sowie strukturreiche Gärten mit Totholzanteil. Im Gegensatz zur bekannteren Großen Holzbiene ist sie wesentlich kleiner, behält aber den charakteristischen blauen Metallschimmer bei. Als Solitärbiene (einzeln lebende Biene ohne Staatsbildung) übernimmt jedes Weibchen die Brutpflege und den Nestbau eigenständig.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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