Bild folgtKI-generierte IllustrationPotentilla reptans
Auch bekannt als: Potentilla reptans, Fünffingerkraut, potentille rampante
80
Arten
interagieren
271
Interaktionen
dokumentiert
7
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer das Kriechende Fingerkraut (Potentilla reptans) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: An den meterlangen, flach über den Boden gleitenden Ausläufern und den leuchtend gelben Blüten ist es sofort zu erkennen. Diese Pflanze ist ein wahrer Segen für Deinen Naturgarten, da sie als wichtige Raupenfutterpflanze für den Kleinen Würfel-Dickkopffalter und als Nektarquelle für den Kleinen Fuchs dient. Sie schließt schnell Lücken im Beet oder Rasen und unterdrückt so auf natürliche Weise unerwünschten Bewuchs. Wenn Du eine robuste, heimische Art suchst, die wenig Arbeit macht und viel Leben anzieht, ist dieses Fingerkraut die ideale Wahl für Dich.
Robuster Bodendecker: Die gelbe Lebensversicherung für Würfel-Dickkopffalter.
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Dieses Fingerkraut ist eine wertvolle Tankstelle für spezialisierte Schmetterlinge wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und den Frühlings-Perlmutterfalter. Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen auch die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) und die Dickkopf-Schmalbiene regelmäßig die gelben Schalenblüten. Besonders wichtig ist die Pflanze als Kinderstube für Insekten: Die Raupen der Pappel-Herbsteule (Noctua orbona), der Hellgelben Erdeule (Elaphria venustula) und des Kleinen Würfel-Dickkopffalters finden hier ihre lebensnotwendige Nahrung.
Die Pflanze wird laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft, weshalb Du Kleinkinder beim Spielen im Garten vorsichtshalber beaufsichtigen solltest. Eine Verwechslung mit dem giftigen Hahnenfuß ist möglich, doch das Fingerkraut erkennst Du sicher an seinen fünfzähligen Blättern. Die Pflanze ist ein Indigen (einheimische Art) und ökologisch völlig unbedenklich.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.12 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten oder in der Sonne.
Boden: Die Pflanze bevorzugt 'frische' Bodenverhältnisse, was eine gleichmäßige, mäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe bedeutet.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normalem Gartenboden bestens zurecht.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November in die Erde, solange kein Frost herrscht.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Falls die Ausläufer zu weit wandern, kannst Du sie einfach mit dem Spaten abstechen.
Vermehrung: Das übernimmt die Pflanze durch ihre Kriechausläufer, die an den Knoten neue Wurzeln bilden, fast von selbst.
Kombination: Gute Partner sind der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) oder das Gänseblümchen (Bellis perennis). Beide teilen ähnliche Ansprüche an den Boden und ergänzen sich in der Wiese hervorragend.
Das Kriechende Fingerkraut gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Als ausdauernde, krautige Pflanze besiedelt es bevorzugt frische Standorte an Wegrändern oder in Wiesen. Typisch sind die handförmig geteilten Blätter mit meist fünf Teilblättern, was der Gattung ihren Namen gab. Die Pflanze geht eine Symbiose mit Bodenpilzen ein, die man als AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) bezeichnet – dabei helfen die Pilze der Wurzel, Nährstoffe besser aufzunehmen.
68 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →