
Jasione montana subsp. montana
Auch bekannt als: Jasione montana subsp. montana
43
Arten
interagieren
51
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Berg-Jasione einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren kugeligen, leuchtend blauen Blütenköpfen auf drahtigen Stielen ist sie eine unverwechselbare Erscheinung. Diese Pflanze ist ein wahrer Spezialist für trockene Standorte und ökologisch höchst wertvoll. Sie lockt gezielt Insekten wie den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und die seltene Haarige Dolchwespe (Scolia hirta) in deinen Garten. Wenn du einen sonnigen Platz mit sandigem Boden hast, bietet sie dir eine pflegeleichte Möglichkeit, aktiv zum Artenschutz beizutragen. Du wirst schnell bemerken, wie dieses kleine blaue Wunder zum lebendigen Mittelpunkt für spezialisierte Wildbienen wird.
Blaue Blütenwunder für Feuerfalter: Ein Muss für sonnige Sandgärten.
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Die Berg-Jasione ist eine unverzichtbare Futterquelle für spezialisierte Insektenarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitiert insbesondere die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) von ihrem Nektarangebot. Auch für Schmetterlinge wie den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) stellen die blauen Blütenköpfe eine wichtige Tankstelle dar. Besonders erwähnenswert ist der Besuch der Haarigen Dolchwespe (Scolia hirta), die auf solche Blütenstrukturen angewiesen ist. Auch Punktkäfer (Coccinellidae) nutzen die Pflanze regelmäßig. Im Winter bieten die verblühten Stängel Struktur und Nahrung für die heimische Fauna. Mit ihrer Ansiedlung förderst du gezielt die Artenvielfalt auf kargen Gartenflächen.
Nach vorliegenden Daten wird die Berg-Jasione als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schwere Giftigkeit bekannt ist, sollten Kinder und Haustiere davon abgehalten werden, Teile der Pflanze zu verzehren. Im Garten lässt sie sich gut in Bereichen platzieren, die nicht als direkte Spielfläche dienen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Wähle einen vollsonnigen Standort auf sehr magerem, sandigem oder steinigem Untergrund.
Der Boden sollte kalkfrei und gut durchlässig sein, da Staunässe die Pflanze schädigt.
Die ideale Pflanzzeit ist das Frühjahr von März bis Mai oder der Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Halte den Boden eher trocken; nur bei langanhaltender Hitze nach der Pflanzung ist mäßiges Gießen nötig.
Auf Dünger solltest du komplett verzichten, da dies die Standfestigkeit mindert und die Art verdrängt.
Da die Pflanze oft zweijährig oder kurzlebig ist, solltest du die Blütenstände im Spätsommer stehen lassen.
So kann sie sich durch Selbstaussaat dauerhaft im Garten etablieren.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – beide Arten besiedeln ähnliche Magerstandorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Die Berg-Jasione (Jasione montana subsp. montana) ist ein Vertreter der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) und in Deutschland sowie weiten Teilen Europas indigen (einheimisch). Sie besiedelt bevorzugt Silikat-Magerrasen (nährstoffarme Wiesen auf kalkfreiem Gestein) und Binnendünen. Die Pflanze bildet eine bodennahe Blattrosette aus, während die Blüten in dichten Köpfchen zusammenstehen, was für Sandrapunzeln typisch ist. Eine Besonderheit ist ihre AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen), die es ihr ermöglicht, auch an extrem nährstoffarmen Standorten zu gedeihen.
37 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_89220758
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