Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium bifidum
Auch bekannt als: Hieracium bifidum
29
Arten
interagieren
55
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für das Gabel-Habichtskraut (Hieracium bifidum) sind seine hellgelben Korbblüten, die an zierlichen, gabelig verzweigten Stielen über einer Blattrosette stehen. Als Bewohner von Magerstandorten (nährstoffarmen Böden) ist diese Art ein wahrer Überlebenskünstler auf kargem Grund. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine lebenswichtige Futterquelle für seltene Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii). Da die Pflanze auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Wenn du eine trockene, sonnige Ecke im Garten hast, wird sie sich dort sehr wohlfühlen.
Rettungsanker für Scheckenfalter: Die ausdauernde Magerkünstlerin für Sonnenplätze.
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Diese Pflanze ist eine wichtige Tankstelle für spezialisierte Falterarten. Nach aktuellen Daten profitieren Schmetterlinge wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Südliche Scheckenfalter (Melitaea aetherie) von ihrem Nektar. Auch für den Östlichen Scheckenfalter (Melitaea ornata) und den Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) stellt sie eine wertvolle Nahrungsquelle dar. Da die Blütezeit von April bis September reicht, bietet sie über viele Monate hinweg kontinuierlich Nahrung. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände als Futter für heimische Kleinvögel. Durch ihre Pfahlwurzel und die Symbiose mit Pilzen verbessert sie zudem die Bodenstruktur auf extremen Trockenstandorten.
Die Pflanze gilt als nicht kindersicher, da der Milchsaft in den Stielen bei Hautkontakt Irritationen hervorrufen kann. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten, doch sollte sie rein als Zier- und Nutzpflanze für Insekten betrachtet werden. Ein Verzehr ist nicht zu empfehlen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.19 m
Wähle für das Gabel-Habichtskraut einen vollsonnigen Standort. Der Boden muss unbedingt trocken und nährstoffarm sein, da die Pflanze ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist. In zu fetter Erde wird sie schnell von Gräsern verdrängt. Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November. Gießen musst du sie nur in der ersten Zeit nach dem Einsetzen. Da sie eine AM-Mykorrhiza (eine Form der Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, profitiert sie von einem lebendigen, ungedüngten Gartenboden. Eine Vermehrung erfolgt unkompliziert über die Samenreife im Spätsommer. Als Begleitpflanze eignet sich die Echte Schlüsselblume (Primula veris) hervorragend, da beide ähnliche Ansprüche an Kalk und Trockenheit haben. Auch der Arznei-Thymian (Thymus pulegioides) ist ein idealer Partner, der den kargen Boden gemeinsam mit dem Habichtskraut ökologisch aufwertet.
Das Gabel-Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Es ist in der Region Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und wird als Archäophyt (Pflanze, die bereits vor 1492 heimisch war) eingestuft. Man findet es in der Natur vor allem auf kalkhaltigen Magerböden und in lichten Wäldern. Charakteristisch ist die meist ungefleckte, behaarte Grundrosette und die typische Gabelung der Blütenstiele, die oft nur wenige Köpfchen tragen.
26 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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