Bild folgtKI-generierte IllustrationLithospermum officinale
Auch bekannt als: Gebräuchlicher Steinsame
9
Arten
interagieren
11
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Echten Steinsamen (Lithospermum officinale) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Pflanze zeigt cremeweiße Blüten und auffällig harte, porzellanartig glänzende Teilfrüchte. Als heimischer Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) ist sie eine wertvolle Bereicherung für halbschattige Gartenbereiche. Besonders die Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) und der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) profitieren von ihrem Nektarangebot im Frühsommer. Da die Art auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Mit dieser Wahl zeigst du ein feines Gespür für die leisen, aber wichtigen Akteure in unserem Ökosystem.
Harte Schale, seltener Kern: Ein Geheimtipp für Holzbiene und Aurorafalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Echte Steinsame eine wichtige Futterquelle für spezialisierte Insekten. Zu den Besuchern zählt die Unbewehrte Kegelbiene (Coelioxys inermis) und die Sand-Blattschneiderbiene (Megachile maritima). Auch die imposante Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) steuert die Blüten im Juni gezielt an. Für den Käfer Phytoecia coerulescens stellt die Pflanze einen lebensnotwendigen Raum dar. Schmetterlinge wie der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) nutzen den Nektar während der kurzen, aber intensiven Blütezeit. Im Winter dienen die stehengelassenen Stängel als Überwinterungsquartier für Insektenlarven.
Der Echte Steinsame ist als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält Inhaltsstoffe, die bei Verzehr gesundheitlich bedenklich sein können. Besonders die harten, weißen Teilfrüchte könnten Kinder zum Spielen oder Probieren verleiten, weshalb in Gärten mit Kleinkindern Vorsicht geboten ist. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten wie dem Weißen Germer (Veratrum album) ist aufgrund der Blattform und Wuchshöhe eher unwahrscheinlich.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.57 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, da die Pflanze natürlicherweise an Waldrändern vorkommt.
Boden: Er sollte frisch (mäßig feucht) und nährstoffreich sein. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) gedeiht sie in normaler, guter Gartenerde.
Pflanzung: Setze den Steinsamen von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Die Pflanze ist pflegeleicht. Ein Rückschnitt ist erst im Spätwinter nötig, damit die Samenstände im Winter Struktur bieten.
Vermehrung: Dies geschieht meist über die harten Samen, die eine Kältephase zur Keimung benötigen.
Nachbarschaft: Gute Partnerin ist die Nesselblättrige Glockenblume (Campanula trachelium) – beide teilen die Vorliebe für lichten Schatten und kalkhaltige Böden.
Der Echte Steinsame gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Er besiedelt bevorzugt Waldränder und Gebüsche auf basenreichen Böden. Charakteristisch sind die lanzettlichen Blätter mit deutlich hervortretenden Nerven und die namensgebenden Klausenfrüchte (vierteilige Zerfallfrüchte). Diese sind durch Einlagerung von Kalk extrem hart und behalten ihre weiße Farbe oft über den Winter bei. Die Pflanze erreicht meist Wuchshöhen zwischen 30 und 60 Zentimetern.
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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