Bild folgtKI-generierte IllustrationVerbena officinalis
Auch bekannt als: Taubenkraut, Eisenkraut, Sagenkraut, Gewöhnliches Eisenkraut, Katzenblutkraut, Wunschkraut
52
Arten
interagieren
222
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Echte Eisenkraut einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen kantigen, verzweigten Stielen und den winzigen, blasslilafarbenen Blütenähren wirkt es fast wie ein zartes Skelett im Beet. Diese heimische Pflanze ist eine unterschätzte Kostbarkeit für Deinen Naturgarten, da sie trotz ihrer Unscheinbarkeit ein Magnet für besondere Wildbienen und Falter ist. Besonders die Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) und der Magerrasen-Perlmutterfalter (Boloria euphrosyne) schätzen das Nektarangebot im Hochsommer sehr. Wenn Du eine robuste Pflanze suchst, die ökologische Lücken füllt und wenig Arbeit macht, liegst Du hier genau richtig.
Filigraner Insektenmagnet: Die Blaue Holzbiene liebt dieses robuste Eisenkraut.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Echte Eisenkraut eine wertvolle Energiequelle für eine Vielzahl von Fluginsekten. Besonders auffällig ist der Besuch der Blauen Holzbiene (Xylocopa violacea) und verschiedener Hummelarten wie der Waldhummel (Bombus sylvarum) und der Westlichen Kuckuckshummel (Bombus campestris). Auch die Honigbiene (Apis mellifera) nutzt die lange Blütezeit von Juni bis August intensiv. Für Schmetterlinge wie den Magerrasen-Perlmutterfalter (Boloria euphrosyne) bietet die Pflanze eine verlässliche Nektarquelle in der sommerlichen Hitze. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände zudem als Nahrung für Vögel.
Auffällig ist, dass die Pflanze laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine unmittelbare Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten besteht, solltest Du darauf achten, dass Kleinkinder keine Pflanzenteile verzehren. Die enthaltenen Bitterstoffe und Wirkstoffe können bei Einnahme zu Unwohlsein führen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.47 m
Wähle für Dein Eisenkraut einen Platz in voller Sonne aus, denn es ist extrem lichthungrig.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, wobei die Pflanze kurze Trockenphasen gut übersteht.
Da es sich um einen Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) handelt, ist ein nährstoffreicher, fetter Boden ideal; mische bei der Pflanzung etwas Kompost unter.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Das Eisenkraut geht eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Bodenpilzen) ein, was seine Vitalität und Nährstoffaufnahme verbessert.
Ein Rückschnitt der Samenstände sollte erst im späten Winter erfolgen, um Insekten wertvolle Winterquartiere zu erhalten.
Die Vermehrung klappt meist ganz von allein durch Selbstaussaat, wenn Du die verblühten Triebe stehen lässt.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) – beide sind heimisch, teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich wunderbar in ihrem wildhaften, natürlichen Wuchs.
Das Echte Eisenkraut (Verbena officinalis) gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als indigen oder Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) weit verbreitet. Typischerweise besiedelt es lichte, warme Standorte wie Wegränder oder Schuttplätze. Du erkennst die mehrjährige Staude an ihrem straffen, aufrechten Wuchs und den gegenständigen (sich am Stängel gegenüberliegenden), tief gelappten Blättern. Die Pflanze erreicht oft beachtliche Höhen, wirkt dabei aber durch die schmalen Blütenähren stets filigran.
49 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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