Bild folgtKI-generierte IllustrationPulicaria dysenterica
Auch bekannt als: pulicaire dysentérique, Ruhrwurz
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt das Große Flohkraut (Pulicaria dysenterica) durch seine intensiv goldgelben Strahlenblüten auf, die fast wie kleine Sonnenräder wirken. Du erkennst die Pflanze zudem an ihren herzförmigen, den Stängel umfassenden Blättern, die sich oft etwas samtig anfühlen. Im Naturgarten ist sie eine echte Besonderheit, da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht. Sie dient spezialisierten Insekten wie der Rotbeinigen Furchenbiene (Halictus rubicundus) und dem Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) als wichtige Lebensgrundlage. Wenn du einen feuchten Platz in deinem Garten hast, kannst du mit dieser Art aktiv zum Erhalt bedrohter Vielfalt beitragen.
Goldgelbe Strahlenblüten: Ein feuchter Sonnenplatz für seltene Wildbienen.
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Das Große Flohkraut ist eine wertvolle Nektarquelle für Insekten wie die Unbewehrte Kegelbiene (Coelioxys inermis) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus). Auch der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) besucht die gelben Blüten regelmäßig. Als Raupenfutterpflanze spielt sie eine zentrale Rolle für Falter wie den Goldafter (Euproctis chrysorrhoea), den Wermut-Blütenspanner (Eupithecia absinthiata) und die Schlanke Kätzcheneule (Orthosia gracilis). Wer die verblühten Köpfe über den Winter stehen lässt, bietet Vögeln eine natürliche Nahrungsquelle durch die Samenstände.
Das Große Flohkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Da es Inhaltsstoffe besitzt, die früher gegen die Ruhr eingesetzt wurden, sollte auf einen Verzehr unbedingt verzichtet werden. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit lebensgefährlich giftigen Doppelgängern, sofern man auf die typischen, den Stängel umfassenden Blätter achtet.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.45 m
Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Garten.
Der Boden sollte dauerhaft feucht bis wechselfeucht sein, da die Pflanze Trockenphasen schlecht verträgt.
Ideal ist eine nährstoffreiche Erde mit hohem Lehmanteil, die Feuchtigkeit gut speichern kann.
Die Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Achte beim Einsetzen darauf, dass der Boden offen und gut durchlässig ist.
Die Pflanze breitet sich über Ausläufer aus, was du bei der Platzwahl berücksichtigen solltest.
Im Spätwinter kannst du die vertrockneten Triebe bodennah zurückschneiden.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica) – beide teilen die Vorliebe für feuchte Standorte und ergänzen sich hervorragend in ihrer Blütezeit von Juni bis August.
Das Große Flohkraut (Pulicaria dysenterica) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) ist sie seit Jahrhunderten fester Bestandteil unserer Flora. Typischerweise besiedelt sie Grabenränder und wechselfeuchte Wiesen. Botanisch zeichnet sie sich durch ihre behaarten Stängel und die charakteristischen, am Grund pfeilförmigen Blätter aus, die den Trieb umschließen.
1 Video zu Großes Flohkraut

97 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
20 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →