Bild folgtKI-generierte IllustrationPicris hieracioides
Auch bekannt als: Habichtskraut-Bitterkraut, Habichtskrautähnliches Bitterkraut
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Arten
interagieren
206
Interaktionen
dokumentiert
Das Gewöhnliche Bitterkraut erkennst du an seinen leuchtend gelben Korbblüten und den auffällig rau behaarten Stängeln und Blättern, die sich fast wie Schmirgelpapier anfühlen. Es ist eine wertvolle Bereicherung für deinen Naturgarten, da es als wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Schmetterlinge dient. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) steuern die Pflanze gezielt an. Wenn du einen sonnigen Platz hast, bietet dir dieses Wildkraut eine robuste und ökologisch wertvolle Blüte über den gesamten Hochsommer. Du wirst staunen, wie viel Leben diese eher unscheinbare Pflanze anzieht.
Der gelbe Magnet für seltene Scheckenfalter: Robust und unverwüstlich.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Bitterkraut eine zentrale Anlaufstelle für Edelfalter. Es dient als Nektarquelle für Arten wie den Amerikanischen Distelfalter (Vanessa virginiensis), den Spanischen Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) und den Aetherie-Scheckenfalter (Melitaea aetherie). Auch der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von dem Angebot. In den Wintermonaten stellen die vertrockneten Blütenköpfe eine wichtige Nahrungsquelle für körnerfressende Vögel dar, die die kleinen Samen aus den Körbchen picken.
Das Gewöhnliche Bitterkraut gilt als nicht kindersicher. Die Pflanze enthält Bitterstoffe und die raue Behaarung kann bei empfindlicher Haut leichte Irritationen hervorrufen. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem Ferkelkraut (Hypochaeris radicata), welches jedoch meist unbehaarte Stängel besitzt. Die Pflanze ist nicht für den Verzehr vorgesehen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.45 m
Wähle einen vollsonnigen Standort in deinem Garten.
Der Boden sollte eher mager, kalkhaltig und gut durchlässig sein, da die Pflanze Trockenheit bevorzugt.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Da die Art eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Bodenpilzen) eingeht, ist ein lebendiger, ungedüngter Boden ideal.
Gieße nur in der Anwachsphase, danach kommt die Pflanze mit der natürlichen Feuchtigkeit aus.
Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte kann eine Nachblüte fördern, ist aber ökologisch nicht zwingend notwendig.
Lasse die Samenstände im Herbst stehen, damit sie sich versamen können.
Vermehrung erfolgt am einfachsten durch Selbstaussaat an offenen Bodenstellen.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide Arten teilen den Wunsch nach sonnigen, trockenen Standorten und ergänzen sich hervorragend in einer naturnahen Pflanzung.
Das Gewöhnliche Bitterkraut (Picris hieracioides) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und wird oft als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 ohne menschliches Zutun oder durch frühen Ackerbau eingeführt wurde) eingestuft. Man findet es typischerweise an Wegrändern, in Steinbrüchen oder auf mageren Wiesen. Charakteristisch sind die verzweigten Blütenstände und die schwarz-grünen, oft hakenförmig behaarten Hüllblätter, die das Blütenkörbchen umschließen.
46 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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