
Bellis perennis
Auch bekannt als: Gänseblümchen, Maßliebchen, Mehrjähriges Gänseblümchen, Gänseblume
188
Arten
interagieren
364
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist das Gänseblümchen (Bellis perennis) durch sein gelbes Herz, umrahmt von weißen Zungenblüten, und seine flach am Boden liegende Blattrosette. Im Garten ist dieser Archäophyt (Pflanze, die vor dem Jahr 1492 eingeführt wurde) ein wichtiger Frühaufsteher für Insekten. Besonders die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) schätzen die frühe Blüte ab März. Wenn du in deinem Rasen kleine Inseln beim Mähen aussparst, tust du diesen Tieren einen großen Gefallen. Du wirst sehen, wie schnell das Leben in deinen Garten zurückkehrt.
Blütenwunder von März bis September: Erste Hilfe für die Aschgraue Sandbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Gänseblümchen eine wertvolle Nahrungsquelle für Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und Lasioglossum cupromicans. Auch Schmetterlinge wie der Orangerote Perlmuttfalter (Melitaea phoebe) oder der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) besuchen die Blüten regelmäßig. Für die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) stellt es oft eine der ersten Energiequellen im Frühjahr dar. Da die Pflanze von März bis September blüht, bietet sie über einen extrem langen Zeitraum Pollen und Nektar an. Die arbuskuläre Mykorrhiza (AM) fördert zudem ein gesundes Bodenleben durch den Austausch von Stoffen mit Bodenpilzen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jan – Nov
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.05 m
Standort: Sonnig bis halbschattig auf frischen Böden.
Boden: Kommt mit fast jeder Gartenerde zurecht, bevorzugt aber nährstoffreiche Standorte.
Pflanzzeit: Idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Sehr pflegeleicht; das Gänseblümchen verträgt auch häufiges Mähen, da die Rosette dicht am Boden bleibt.
Vermehrung: Erfolgt meist selbstständig über Samen oder durch Teilung der Rosetten im Frühjahr.
Ökologischer Tipp: Lass beim Mähen gezielt Bereiche stehen, damit die Blütezeit bis in den September reicht.
Begleitpflanze: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine hervorragende Partnerin.
Begründung: Beide Arten sind trittfest, heimisch und ergänzen sich in ihrer Anziehungskraft für verschiedene Insektengruppen auf derselben Fläche.
Das Gänseblümchen gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Typisch ist die Scheinblüte, bei der viele winzige Einzelblüten einen Korb bilden, was für die Gattung der Gänseblümchen typisch ist. Es siedelt bevorzugt auf Wiesen und Weiden und nutzt eine arbuskuläre Mykorrhiza (AM, eine Form der Pilz-Wurzel-Symbiose), um Nährstoffe effizient aus dem Boden zu ziehen. Trotz seiner geringen Größe ist es durch die ausdauernde Wuchsform extrem regenerationsfähig.
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126 Arten interagieren mit dieser Pflanze
62 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_500213296
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