Bild folgtKI-generierte IllustrationCheiracanthium punctorium (Villers, 1789)
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Der Ammendornfinger (Cheiracanthium punctorium) fällt vor allem durch seinen auffällig rot-orange gefärbten Vorderkörper und die mächtigen Kieferklauen (Cheliceren) auf. Dieser stattliche Vertreter der Webspinnen baut kein Fangnetz, sondern lauert seinen Beutetieren als aktiver Jäger in hohem Gras oder Gebüsch auf. Er ernährt sich vorwiegend von Insekten, die er durch seine Schnelligkeit überwältigt. In deinem Garten bevorzugt das Tier naturbelassene Ecken mit hohen Gräsern oder sonnige Saumstrukturen (Übergänge zwischen verschiedenen Lebensräumen). Dort errichtet das Weibchen faustgroße, fest gesponnene Wohngespinste, die oft in den Blütenständen von Pflanzen wie dem Borretsch angelegt werden. Diese weißen Gespinste dienen als Rückzugsort und später als Kinderstube für den Nachwuchs. Als wichtiger Regulator im Ökosystem hilft die Spinne dabei, das Gleichgewicht der Insektenpopulationen stabil zu halten. Du unterstützt diese geschickten Jäger am besten, indem du einige Bereiche im Garten erst spät im Jahr oder gar nicht mähst. Belasse trockene Halme und verwelkte Pflanzenstände über den Winter stehen, damit die Tiere dort sicher überdauern können. Ein naturnaher Garten bietet dem Ammendornfinger genau den geschützten Raum, den er für seine Jagd braucht.
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Der Ammendornfinger verfügt über kräftige Kieferklauen, die die menschliche Haut durchdringen können, weshalb du ihn nicht mit bloßen Händen berühren solltest. Ein Biss ist schmerzhaft und vergleichbar mit einem Wespenstich, bleibt jedoch in der Regel ohne bleibende Folgen. Beobachte das Tier am besten respektvoll aus einer Distanz von wenigen Zentimetern.
Der Ammendornfinger (Cheiracanthium punctorium) gehört zur Familie der Dornfinger (Cheiracanthiidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Deutschland über Österreich und die Schweiz bis nach Belgien, wobei er wärmebegünstigte Offenlandschaften bevorzugt. Diese nachtaktive Art lebt vorwiegend in hohen Grasbeständen und verlässt während der Paarungszeit ihre Gespinste zur Suche nach Partnern. Die taxonomische Einordnung verdeutlicht seine Stellung als eine der größten mitteleuropäischen Arten dieser Gattung.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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