Bild folgtKI-generierte IllustrationEucera nigrescens Pérez, 1879
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Du erkennst die Mai-Langhornbiene an den extrem langen Fühlern der Männchen, die fast ihre gesamte Körperlänge erreichen. Auffällig ist auch ihr dicht behaarter, braun-gelblicher Pelz, der sie wie eine kleine Hummel wirken lässt. Diese Wildbiene bringt pro Jahr eine Generation hervor. Das Weibchen legt seine Eier einzeln in selbst gegrabenen Gängen im Boden ab. Im Frühling besucht sie zur Stärkung bevorzugt die Blüten vom Apfel (Malus) und Wiesen-Salbei (Salvia pratensis). Auch der Steppen-Wundklee (Anthyllis vulneraria) wird im Mai intensiv zur Pollenernte angeflogen. Die Larve ernährt sich unter der Erde von einem Vorrat aus Pollen und Nektar, den das Muttertier bereitstellt. Den Winter überdauert das Tier als fertig entwickeltes Insekt in seiner schützenden Erdzelle in einer Form des Winterschlafs. Du kannst diese Art aktiv unterstützen, indem du offene Bodenstellen im Garten erhältst und heimische Pflanzen wie die Vogel-Wicke (Vicia cracca) oder den Rot-Klee (Trifolium pratense) ansiedelst. Achte beim Mähen darauf, Bestände der Zaun-Wicke (Vicia sepium) zu schonen, da diese eine wichtige Lebensgrundlage darstellen.
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Diese Biene ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Sie ist ausgesprochen friedfertig und sticht nicht, sofern man sie nicht mit der bloßen Hand drückt oder auf sie tritt. Da Wildbienen unter allgemeinem Artenschutz stehen, sollten ihre Nistgänge im Boden nicht gestört werden.
Die Mai-Langhornbiene (Eucera nigrescens) gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt extensiv genutzte Wiesen, Waldränder und Gärten. Die Art ist oligolektisch (auf wenige Pollenquellen spezialisiert) und konzentriert sich bei der Nahrungssuche fast ausschließlich auf Schmetterlingsblütler (Fabaceae). Charakteristisch ist die frühe Flugzeit ab April, was sie von morphologisch ähnlichen, aber später im Jahr fliegenden Verwandten unterscheidet.
34 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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