
Veronica spicata
Auch bekannt als: Ähriger Blauweiderich, Ähren-Blauweiderich, Ähriger Ehrenpreis
53
Arten
interagieren
95
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Ähren-Ehrenpreis durch seine intensiv blau-violetten, kerzenartigen Blütenstände auf, die wie kleine Lanzen in den Himmel ragen. Diese heimische Staude ist mit ihren schmalen, fein behaarten Blättern perfekt an karge Standorte angepasst und bringt Struktur in sonnige Beete. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Rolle für bedrohte Spezialisten, da sie laut Roter Liste bereits als gefährdet gilt. Besonders die Wald-Lockensandbiene (Andrena fuscipes) oder der Kleine Fuchs (Aglais urticae) steuern die Pflanze gezielt an. Wenn du einen sehr sonnigen, trockenen Platz hast, an dem andere Pflanzen aufgeben, machst du mit diesem Überlebenskünstler alles richtig.
Blaues Wunder für Wildbienen: Die gefährdete Schönheit für trockene Sonnenplätze.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Ähren-Ehrenpreis eine wertvolle Tankstelle für spezialisierte Wildbienen und Wespen. Er bietet Pollen und Nektar für die seltene Panzers Wespenbiene (Nomada panzeri) und die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes). Auch der Sechsbindige Bienenwolf (Philanthus triangulum) sowie die Wald-Lockensandbiene (Andrena fuscipes) nutzen die Blüten intensiv. Für Schmetterlinge wie den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) stellt die Pflanze im Hochsommer eine verlässliche Nahrungsquelle dar. Mit der Pflanzung dieser nach Roter Liste gefährdeten Art (Kategorie 3) trägst du aktiv zum Erhalt der Artenvielfalt in deiner Region bei.
Der Ähren-Ehrenpreis wird als nicht kindersicher eingestuft. Es ist daher ratsam, die Pflanze nicht in Bereiche zu setzen, in denen kleine Kinder unbeaufsichtigt spielen und Pflanzenteile in den Mund nehmen könnten. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Wildpflanzen besteht aufgrund der markanten, ährenartigen Blütenform kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.25 m
Wähle für diese Staude einen Standort in voller Sonne, damit sie ihre charakteristischen Blütenkerzen kräftig ausbildet.
Der Boden sollte als Schwachzehrer-Standort mager und stickstoffarm sein; zu viel Dünger schadet der Standfestigkeit.
Die Pflanze bevorzugt trockene Bedingungen und kommt mit Hitzeperioden hervorragend zurecht.
Achte auf eine gute Durchlässigkeit der Erde, um Staunässe im Winter zu vermeiden.
Ideale Pflanzzeiten sind das Frühjahr von März bis Mai oder der Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Eine Vermehrung ist durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr unkompliziert möglich.
Ein Rückschnitt der verblühten Stände im Spätsommer kann die Vitalität fördern, ist aber kein Muss.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – beide teilen die Vorliebe für kalkhaltige Mager-Standorte und ergänzen sich optisch wie ökologisch perfekt.
Der Ähren-Ehrenpreis (Veronica spicata) gehört zur Familie der Plantaginaceae (Wegerichgewächse) und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Sein natürlicher Lebensraum umfasst Trockenrasen (nährstoffarme, sonnige Grasflächen) und felsige Hänge in Deutschland und Österreich. Morphologisch zeichnet er sich durch aufrechte, meist unverzweigte Stängel und eine sehr dichte Endtraube (blütenbesetzter Stängelabschnitt) aus. Da die Art als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder ohne menschliches Zutun einwanderte) gilt, ist sie tief in unserer regionalen Flora verwurzelt.
1 Video zu Ähren-Ehrenpreis

52 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_784629319
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