Bild folgtKI-generierte IllustrationSerratula tinctoria subsp. tinctoria
Auch bekannt als: Serratula tinctoria subsp. tinctoria
14
Arten
interagieren
15
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die purpurfarbenen Blütenköpfe, die auf straffen, bis zu einem Meter hohen Stielen sitzen und stark an Flockenblumen erinnern. Diese Pflanze ist ein ökologischer Schatz, da sie auf der Roten Liste steht und spezialisierten Insekten wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) eine wichtige Lebensgrundlage bietet. Durch ihre Ansiedlung leistest du einen aktiven Beitrag zum Artenschutz in deiner Region. Es ist eine Freude zu beobachten, wie die Waldhummel (Bombus sylvarum) regelmäßig an den Blüten tankt. Mit der Färber-Scharte holst du dir eine seltene Wildpflanze mit historischem Hintergrund direkt in deinen Garten.
Rote-Liste-Rarität: Ein purpurner Magnet für seltene Scheckenfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Diese Art ist eine wertvolle Nektarquelle für seltene Falter wie den Amerikanischen Distelfalter (Vanessa virginiensis) und verschiedene Scheckenfalter, darunter Melitaea phoebe, Melitaea varia und Melitaea aetherie. Auch spezialisierte Wildbienen wie die Sandhummel (Bombus veteranus), die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Kuckuckhummel (Bombus campestris) profitieren stark. Da sie auf der Roten Liste steht, ist jedes Exemplar im Garten ein wichtiger Trittstein für den Biotopverbund. Im Winter bieten die verblühten Köpfe Struktur und Schutz für überwinternde Insekten.
Die Färber-Scharte ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Sie sollte daher nicht in Spielbereichen gepflanzt werden und ist nicht für den Verzehr geeignet. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten; ihre dornenlosen, aber scharf gesägten Blätter unterscheiden sie deutlich von gewöhnlichen Disteln.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.44 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten.
Boden: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) und nährstoffarm sein, da die Pflanze ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist.
Düngung: Verzichte auf mineralischen Dünger, um den mageren Charakter des Standortes zu erhalten.
Pflanzzeit: Setze die Scharte von März bis Mai oder zwischen September und Ende November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Die Staude ist sehr pflegeleicht. Ein Rückschnitt sollte erst im Frühjahr erfolgen, damit Insekten in den Stängeln überwintern können.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich über Samen oder durch vorsichtige Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr.
Kombination: Ein idealer Partner ist der Teufelsabbiss (Succisa pratensis). Beide teilen die Vorliebe für frische, magere Böden und ergänzen sich hervorragend in ihrer ökologischen Funktion für Schmetterlinge.
Die Färber-Scharte (Serratula tinctoria subsp. tinctoria) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland und der Schweiz heimisch. Sie besiedelt natürlicherweise lichte Wälder und mäßig feuchte Magerwiesen. Im Gegensatz zu Disteln sind ihre Blattränder zwar scharf gesägt, aber völlig dornenlos. Die Pflanze lebt in Symbiose mit AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze, die die Nährstoffaufnahme verbessern), was ihr Überleben auf mageren Standorten sichert. In der Natur gilt sie nach der Roten Liste mit dem Status 3 als gefährdet.
2 Videos zu Färber-Scharte


14 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →