Bild folgtKI-generierte IllustrationSyringa vulgaris
Auch bekannt als: Gemeiner Flieder
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Arten
interagieren
92
Interaktionen
dokumentiert
20
Wirtsbeziehungen
Arten
An den intensiv duftenden, kegelförmigen Blütenrispen in Violett oder Weiß lässt sich der Gewöhnliche Flieder (Syringa vulgaris) sofort erkennen. Er ist ein geschätzter Bestandteil vieler Gärten, der als Neophyt (eine nach 1492 eingeführte Art) bei uns fest etabliert ist. Für die Artenvielfalt bietet er wertvolle Dienste, da seine Blätter als Raupenfutter für Arten wie den Schlehenspanner dienen. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais uricae) nutzen die Blüten im Mai als wichtige Energiequelle. Wenn du einen robusten Strauch suchst, der Frühlingsduft und Naturschutz verbindet, machst du mit ihm alles richtig.
Duftender Frühlingsbote und Kinderstube für den prächtigen Schlehenspanner.
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Trotz seines Status als Neophyt ist der Flieder ökologisch gut integriert. Er dient als wichtige Raupenfutterpflanze für spezialisierte Falter wie den Flieder-Spanner (Apeira syringaria), den Nachtschwalbenschwanz (Ourapteryx sambucaria) und den Eichen-Zackenrandspanner (Ennomos quercinaria). Auch der Schlehenspanner findet hier Nahrung. Während der Blüte im Mai besuchen ihn Bestäuber wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und der Ringelspinner. Tagfalter wie der Kleine Fuchs (Aglais uricae) nutzen den Nektar der tiefen Blütenröhren als wichtige Tankstelle im Frühjahr.
Der Gewöhnliche Flieder wird als nicht kindersicher eingestuft, da Rinde und Blätter Bitterstoffe enthalten, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der markanten herzförmigen Blätter und des Duftes kaum.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
5.01 m
Standort: Ein Platz im Halbschatten oder in der Sonne ist ideal.
Boden: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) bevorzugt er normalen Gartenboden.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte 'frisch' sein, was einer mäßigen, gleichmäßigen Feuchte ohne Staunässe entspricht.
Pflanzzeit: Setze den Flieder im März bis Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist meist nicht nötig, das Entfernen verblühter Rispen fördert jedoch die Vitalität.
Vermehrung: Er bildet oft eigene Wurzelausläufer, die du abtrennen kannst.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen ähnliche Standortansprüche an den Boden und die Schafgarbe besiedelt als heimische Staude den Bodenbereich unter dem Strauch optimal.
Der Gewöhnliche Flieder (Syringa vulgaris) gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Ursprünglich in Südosteuropa beheimatet, ist er heute in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet und kommt oft an sonnigen Böschungen vor. Typisch sind die herzförmigen, glatten Blätter und der aufrechte, meist mehrstämmige Wuchs. Als Mykorrhiza-Pflanze (Lebensgemeinschaft mit Pilzen) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) ist er unterirdisch bestens vernetzt und kann Nährstoffe effizient aufnehmen.
2 Videos zu Gewöhnlicher Flieder


35 Arten interagieren mit dieser Pflanze
20 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
9 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →