
Symphytum officinale
Auch bekannt als: Komfrei, Arznei-Beinwell, Schmalwurz, Wallwurz, Schadheilwurzel, Bienenkraut, Schwarzwurz, Echter Beinwell, consoude officinale, Wundallheil, Gemeiner Beinwell, Hasenlaub, Beinwell, Beinwurz, Milchwurz
Artengruppe
56
Arten
interagieren
278
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen glockenförmigen, herabhängenden Blüten in Violett oder Cremeweiß lässt sich der Gewöhnliche Beinwell (Symphytum officinale) sofort erkennen. Er ist eine tragende Säule im Naturgarten, da er als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) Mineralstoffe aus tiefen Bodenschichten nach oben befördert. Davon profitieren nicht nur deine anderen Pflanzen, sondern auch Wildtiere wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) oder die seltene Hosenbiene (Dasypoda hirtipes). Mit seinen borstig behaarten Blättern ist er zudem eine wichtige Kinderstube für die Raupen der Glanzeule (Lacanobia thalassina). Wenn du eine feuchte Ecke im Garten hast, kannst du mit dieser robusten Art kaum etwas falsch machen.
Nährstoff-Kraftwerk und Sommertankstelle für die Gewöhnliche Bindensandbiene.
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Der Beinwell ist eine erstklassige Futterquelle für spezialisierte Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) und die Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) die Blüten gezielt an. Auch der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzt den Nektar als Energielieferant. Besonders wertvoll ist die Art für die Glanzeule (Lacanobia thalassina), deren Raupen auf die Blätter als Nahrung angewiesen sind. Sogar der kleine Punktkäfer ist regelmäßig an der Pflanze zu finden. Durch die lange Blütezeit von Juni bis August stellt er eine verlässliche Nahrungsquelle im Hochsommer dar.
Der Gewöhnliche Beinwell gilt als nicht kindersicher. Aufgrund bestimmter Inhaltsstoffe wie Pyrrolizidinalkaloiden (natürliche Abwehrstoffe der Pflanze) sollte er nicht verzehrt werden. Achte darauf, ihn so zu platzieren, dass Kinder nicht mit Pflanzenteilen spielen, da auch die borstige Behaarung zu Hautreizungen führen kann.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.57 m
Standort: Wähle einen sonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Der Beinwell benötigt einen Boden, der frisch (mäßig feucht) und sehr nährstoffreich ist. Er gilt als Starkzehrer.
Pflanzzeit: Du kannst ihn von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November pflanzen, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Pflege: Da er sehr wüchsig ist, braucht er Platz. Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte fördert oft einen zweiten Austrieb.
Vermehrung: Die Pflanze lässt sich unkompliziert durch Wurzelteilung vermehren.
Besonderheit: Seine Blätter ergeben einen hervorragenden Mulch für andere Gartenbereiche.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria). Beide teilen die Vorliebe für feuchte, nährstoffreiche Standorte und bieten gemeinsam eine lange Blütezeit für Bestäuber von Juni bis in den Spätsommer.
Der Gewöhnliche Beinwell (Symphytum officinale) gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) innerhalb der Ordnung der Raublattartigen (Boraginales). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt natürlicherweise feuchte Wiesen, Gräben und Uferbereiche. Ein besonderes Merkmal sind die herablaufenden Blätter, deren Basis als schmaler Saum am Stängel weiterläuft. Die Pflanze erreicht beachtliche Tiefen mit ihrer kräftigen Pfahlwurzel, was ihr hilft, auch an nährstoffarme Schichten zu gelangen.
46 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_504894991
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