
Geranium phaeum
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dokumentiert
Wer den Braunen Storchschnabel (Geranium phaeum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Blüten sind so tief dunkelviolett, dass sie fast schwarz wirken. Diese visuelle Besonderheit macht ihn zu einem einzigartigen Blickfang im Halbschatten. Da die Art auf der Roten Liste mit der Stufe 3 als gefährdet eingestuft ist, leistest du mit der Pflanzung einen wertvollen Beitrag zum regionalen Artenschutz. Als heimischer Archäophyt (Pflanze, die vor der Entdeckung Amerikas eingeführt wurde) bereichert er die lokale Artenvielfalt. Mit deiner Pflege im Garten sicherst du das Überleben dieser seltenen Schönheit für die Zukunft.
Dunkles Juwel im Halbschatten: Schütze eine gefährdete Art der Roten Liste.
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Mit einer Blütezeit von Juni bis August bietet der Braune Storchschnabel ein wichtiges Nahrungsangebot im Hochsommer. Da er als gefährdete Art der Roten Liste 3 gilt, ist sein Erhalt in privaten Gärten ein bedeutender Baustein für die lokale Biodiversität (Vielfalt des Lebens). Als heimische Pflanze ist er fest in das Ökosystem integriert und dient der allgemeinen Insektenfauna halbschattiger Standorte als Anlaufstelle. In der kalten Jahreszeit bieten die verbleibenden Pflanzenteile Schutz für überwinternde Kleinstlebewesen. Durch die Ansiedlung förderst du die genetische Vielfalt einer selten gewordenen Wildpflanze.
Der Braune Storchschnabel wird als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält Inhaltsstoffe, die bei Hautkontakt Reizungen oder bei Verzehr Unwohlsein auslösen können. In Gärten mit kleinen Kindern ist daher ein umsichtiger Umgang ratsam, auch wenn keine schwere Giftigkeit vorliegt.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.43 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, da die Pflanze kühle, geschützte Lagen bevorzugt.
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen nährstoffreichen, fetten Boden.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte stets frisch (mäßig feucht) sein, wobei Staunässe unbedingt zu vermeiden ist.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr deckt den hohen Nährstoffbedarf optimal.
Vermehrung: Die Art versamt sich an zusagenden Standorten gerne selbst, was im Naturgarten zur Ausbreitung beiträgt.
Rückschnitt: Ein Rückschnitt verblühter Stängel kann einen frischen Blattaustrieb fördern, ist aber ökologisch nicht notwendig.
Partner: Eine ideale Nachbarin ist die Akelei (Aquilegia vulgaris). Beide sind heimisch, lieben ähnliche Lichtverhältnisse und ergänzen sich optisch hervorragend in naturnahen Pflanzungen.
Der Braune Storchschnabel gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (ursprünglich heimisch). Er besiedelt natürlicherweise krautreiche Bergwälder und feuchte Wiesenränder. Charakteristisch sind die handförmig geteilten Blätter und die nach hinten gebogenen Blütenblätter, aus denen die Staubgefäße auffällig herausragen. Die Pflanze wächst ausdauernd und erreicht als krautige Staude eine Höhe von 30 bis 70 Zentimetern.
16 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_357685056
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