Bild folgtKI-generierte IllustrationCorydalis solida
Auch bekannt als: Fumaria bulbosa var. solida
11
Arten
interagieren
17
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
An den gespornten, violetten Blüten und den handförmig geteilten Tragblättern lässt sich der Finger-Lerchensporn (Corydalis solida) sofort erkennen. Als einer der ersten Frühlingsboten ist er ökologisch wertvoll, da er nach aktuellen Daten wichtige Nahrung für den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) und die Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) bietet. Auch der Buchen-Blattspanner (Cyclophora linearia) profitiert von seinem Vorkommen im Garten. Mit diesem Frühblüher holst du dir ein Stück lebendigen Waldboden direkt unter deine Sträucher. Du wirst staunen, wie schnell er im März ganze Blütenteppiche bildet.
Violetter Blütenteppich: Die erste wichtige Tankstelle für den Kleinen Fuchs.
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Der Finger-Lerchensporn ist eine essenzielle Energiequelle im zeitigen Frühjahr. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem Tagfalter wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) von seinem Nektar. Auch für Wildbienen wie die Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) stellt er eine wichtige Anlaufstelle dar. Der Buchen-Blattspanner (Cyclophora linearia) nutzt die Art als Teil seines Lebensraums im Waldgarten. Da die Pflanze blüht, wenn viele andere Arten noch ruhen, schließt sie eine lebenswichtige Versorgungslücke. Die Verbreitung der Samen durch Ameisen fördert zudem ein gesundes Bodenökosystem.
Die Pflanze ist nicht kindersicher, da alle Teile, besonders die Knolle, giftige Alkaloide (natürliche stickstoffhaltige Wirkstoffe) enthalten. Es besteht Verwechslungsgefahr mit dem Hohlen Lerchensporn (Corydalis cava). Du unterscheidest sie sicher an den Tragblättern direkt unter der Blüte: Beim Finger-Lerchensporn sind diese fingerartig eingeschnitten, während sie beim Hohlen Lerchensporn glattrandig sind.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.14 m
Wähle einen Standort im Schatten oder Halbschatten, idealerweise unter laubabwerfenden Gehölzen. Der Boden sollte frisch sein, was bedeutet, dass er eine gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe (Wasseransammlung im Boden) benötigt. Da die Pflanze ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist, solltest du den Boden mit reifem Kompost oder Laubhumus anreichern. Die beste Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November. Nach der Blüte zieht die Pflanze komplett ein und überdauert als Knolle im Boden; schneide das vergilbende Laub daher nicht vorzeitig ab. Die Vermehrung erfolgt oft ganz natürlich durch Ameisen, welche die Samen davontragen.
Gute Partnerin: Buschwindröschen (Anemone nemorosa) – beide Arten teilen sich den Lebensraum im Laubwald und blühen zeitgleich, was ein harmonisches Bild unter Bäumen ergibt.
Der Finger-Lerchensporn (Corydalis solida) gehört zur Familie der Erdrauchgewächse (Fumariaceae) innerhalb der Ordnung der Hahnenfußartigen (Ranunculales). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt vorzugsweise nährstoffreiche Laubmischwälder. Botanisch gesehen ist er ein Geophyt (Pflanze, die unterirdische Überdauerungsorgane besitzt), der eine namensgebende, massive Knolle bildet. Die bläulich-grünen Blätter sind fein zerteilt und erscheinen oft noch vor dem ersten Laub an den Bäumen.
3 Videos zu Finger-Lerchensporn



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9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →