Bild folgtKI-generierte IllustrationLonicera caerulea
Auch bekannt als: Blaue Doppelbeere
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An den paarweise verwachsenen, rahmweißen Blüten und den länglichen, blau bereiften Beeren lässt sich die Blaue Heckenkirsche (Lonicera caerulea) sofort erkennen. Dieser strauchartige Frühblüher ist ein wahrer Segen für deinen Garten, da er wichtige Nahrung für spezialisierte Insekten wie den Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis) bietet. Auch der seltene Kleine Eisvogel (Limenitis camilla) nutzt sie als Futterquelle. Mit diesem Strauch schaffst du ein wertvolles Trittsteinbiotop für die Berglandfauna in deinem eigenen Grün. Du wirst staunen, wie viel Leben dieser eher unauffällige Strauch in deine Gehölzecke bringt.
Frühe Lebensretterin: Die wichtigste Nektarquelle für seltene Hummelschwärmer.
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Dieser Strauch ist ein Magnet für spezialisierte Bestäuber. Besonders wertvoll ist er für den Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis), der wie ein Kolibri vor den Blüten schwebt, sowie für die Sandhummel (Bombus veteranus). Auch die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) zählt zu den regelmäßigen Besuchern. Für den Kleinen Eisvogel (Limenitis camilla) stellt die Pflanze eine lebenswichtige Raupennahrung dar. Zudem bietet das Holz einen Lebensraum für den spezialisierten Prachtkäfer Agrilus cyanescens, was die Blaue Heckenkirsche zu einem komplexen Ökosystem-Baustein macht.
Die Blaue Heckenkirsche ist nicht kindersicher. Die Beeren können aufgrund ihrer Farbe leicht mit essbaren Waldfrüchten verwechselt werden, sind jedoch für den Menschen ungenießbar. Da die Pflanze als schwach giftig eingestuft wird, ist in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.5 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, der nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt ist.
Boden: Die Pflanze bevorzugt einen frischen Boden. Das bedeutet, dass die Erde mäßig feucht sein sollte und nie ganz austrocknen darf.
Nährstoffe: Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie keinen Dünger; magere Gartenböden sind ideal.
Pflanzzeit: Setze den Strauch am besten von März bis Mai oder zwischen September und Ende November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Die Art geht eine AM-Mykorrhiza (eine nützliche Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) ein, weshalb du auf chemische Bodenhilfsstoffe verzichten solltest.
Vermehrung: Ein Rückschnitt ist kaum nötig, was den Strauch sehr pflegeleicht macht.
Kombinationsempfehlung: Ein guter Partner ist der Wald-Geißbart (Aruncus dioicus). Beide teilen die Vorliebe für frische, halbschattige Standorte und ergänzen sich hervorragend in der Struktur des Gehölzrandes.
Die Blaue Heckenkirsche (Lonicera caerulea) gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist in den Gebirgsregionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz indigen (einheimisch). Sie wächst als sommergrüner Kleinstrauch und erreicht meist eine Höhe von ein bis zwei Metern. Typisch sind ihre gegenständigen (sich am Stängel gegenüberstehenden), ovalen Blätter und die paarweisen Blütenstände, aus denen die charakteristischen Doppelbeeren entstehen. In der Natur findet man sie oft in feuchten Bergwäldern oder Moornähe auf mageren Böden.
3 Videos zu Blaue Heckenkirsche



•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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