
Cichorium intybus
Auch bekannt als: Cichorium intybus var. intybus
80
Arten
interagieren
278
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Gewöhnliche Wegwarte (Cichorium intybus) an ihren leuchtend himmelblauen Blütensternen, die an sperrigen, fast blattlosen Stängeln sitzen und sich meist nur bei Sonnenschein am Vormittag öffnen. Diese robuste Pflanze ist eine Bereicherung für Deinen Garten, da sie als Archäophyt (eine vor langer Zeit eingeführte Art) perfekt an unser Klima angepasst ist. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Dickkopf-Schmalbiene (Lasioglossum calceatum) profitieren von ihrem Pollenangebot. Wenn Du einen sonnigen Platz hast, an dem sich Natur entfalten darf, ist diese Blume die ideale Wahl für Dich. Mit ihrem tiefen Wurzelwerk ist sie zudem sehr pflegeleicht und widerstandsfähig.
Blaue Wunder von Juli bis Oktober: Ein Magnet für seltene Wildbienen und Falter.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Wegwarte eine zentrale Nahrungsquelle für spezialisierte Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Dickkopf-Schmalbiene (Lasioglossum calceatum). Auch die markante Haarige Dolchwespe (Scolia hirta) lässt sich häufig an den blauen Blüten beobachten. Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzen den Nektar während der langen Blütezeit von Juli bis Oktober. Für die Raupen der Karden-Sonneneule (Heliothis viriplaca) stellt sie eine lebensnotwendige Futterpflanze dar. In den Wintermonaten bieten die verblühten Stängel zudem wertvolle Samen für heimische Singvögel. Damit fördert die Wegwarte die Artenvielfalt auf mehreren Ebenen Deines Gartens.
Die Gewöhnliche Wegwarte (Cichorium intybus) wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher aufgeführt, weshalb Du beim Pflanzen in der Nähe von Spielbereichen umsichtig sein solltest. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten. Die Pflanze ist in der Naturheilkunde bekannt, sollte aber im Ziergarten primär als ökologische Bereicherung betrachtet werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.67 m
Standort : Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Blüten ihre volle Leuchtkraft entfalten können.
Boden : Die Wegwarte ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) und bevorzugt normale, mäßig feuchte Gartenerde.
Pflanzzeit : Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November pflanzen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege : Da sie sehr robust ist, benötigt sie kaum zusätzliche Düngung.
Schnitt : Wenn Du die abgeblühten Stängel im Herbst stehen lässt, bietest Du Insekten ein Winterquartier.
Vermehrung : Die Pflanze versamt sich an geeigneten Stellen zuverlässig von selbst.
Gießen : Nur bei extremer Trockenheit ist zusätzliches Wasser nötig, da die Pfahlwurzel tiefere Schichten erschließt.
Kombination : Eine hervorragende Partnerin ist die Wilde Möhre (Daucus carota). Beide Arten kommen natürlich in denselben Pflanzengesellschaften vor und ergänzen sich wunderbar in ihren Ansprüchen an Sonne und Boden.
Die Gewöhnliche Wegwarte (Cichorium intybus) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In Mitteleuropa ist sie weit verbreitet und besiedelt typischerweise Ruderalflächen (vom Menschen geprägte Brachflächen) sowie trockene Wegränder. Sie wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und bildet eine kräftige Pfahlwurzel aus, die bis zu zwei Meter tief in den Boden reichen kann. Die Blütenköpfe bestehen ausschließlich aus Zungenblüten und zeigen die für diese Art charakteristische, klare blaue Färbung.
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64 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
11 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloRes Database — Takkis et al. (2018), DOI: 10.1371/journal.pone.0202501 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_472617149
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