
Argynnis paphia (Linnaeus, 1758)
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Du erkennst den Kaisermantel an seinen leuchtend orangefarbenen Flügeloberseiten mit dem markanten Muster aus schwarzen Flecken und einer beachtlichen Spannweite von bis zu 75 Millimetern. Dieser Falter bringt pro Jahr nur eine Generation hervor, die im Hochsommer fliegt. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln an Baumrinde ab, oft mehrere Meter über dem Boden. Da der Falter erst im Juli und August aktiv ist, besucht er im Frühling keine Blüten; in dieser Zeit entwickeln sich seine Raupen an März-Veilchen (Viola odorata) und Hain-Veilchen (Viola riviniana), da die Art oligophag (auf wenige Nahrungspflanzen spezialisiert) ist. Er ist ein nützlicher Bestäuber für deine Sommerblumen. Im Sommer nutzt er Nektarquellen wie die Krause Distel (Carduus crispus), das Echt-Mädesüß (Filipendula ulmaria var. denudata) oder den Roten Fingerhut (Digitalis purpurea). Das Tier überwintert als winzige Jungraupe in Rindenritzen von Bäumen. Du kannst ihn fördern, indem du Veilchenbestände unter Bäumen erhältst und Disteln sowie den Echten Alant (Inula helenium) in sonnigen Beeten duldest.
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Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Der Kaisermantel sticht nicht und besitzt keine Gifte. Da er gesetzlich geschützt ist, solltest du ihn lediglich beobachten und nicht einfangen oder von seinem Standort entfernen.
Der Kaisermantel (Argynnis paphia) gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae) und ist ein heimischer Bewohner lichter Wälder und Gärten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Als größter mitteleuropäischer Perlmuttfalter zeichnet er sich durch seine Größe und die grünliche Flügelunterseite mit silbernen Streifen aus. Die Art ist auf waldnahe Strukturen spezialisiert und benötigt für ihre Entwicklung zwingend Veilchenarten als Nahrung für die Larven. Seine Hauptflugzeit beschränkt sich auf die Monate Juli und August.
Nahrung
oligophagous
10 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
70 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Foto: Philipp Eckardt
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