Bild folgtKI-generierte IllustrationViola riviniana
Auch bekannt als: Hainveilchen, Hain-Veilchen, Rivinis Veilchen
Artengruppe
13
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
An den herzförmigen Blättern und den hellvioletten Blüten mit dem auffällig hellen Sporn (der rückwärts gerichtete Ausläufer der Blüte) lässt sich das Hain-Veilchen sofort erkennen. Im Gegensatz zum Duft-Veilchen ist es fast geruchlos, aber ökologisch umso wertvoller für unsere heimische Wald- und Gartenfauna. Besonders für die Raupen seltener Schmetterlinge wie den Kaisermantel (Argynnis paphia) ist es eine lebensnotwendige Futterquelle. Wenn du schattige Ecken unter Hecken oder Gehölzen ökologisch aufwerten willst, ist dieses Veilchen die ideale Wahl. Mit dieser Pflanze schaffst du ein kleines Refugium für bedrohte Falter in deinem Garten.
Unverzichtbare Kinderstube für Kaisermantel und seltene Perlmutterfalter.
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Für die Artenvielfalt in deinem Garten spielt das Hain-Veilchen eine tragende Rolle als spezialisierte Raupenfutterpflanze. Ohne Veilchen-Arten können sich prächtige Falter wie der Kaisermantel (Argynnis paphia) oder der Aglaja-Falter (Speyeria aglaja) nicht entwickeln. Auch für den Braunfleckigen Perlmutterfalter (Boloria selene) und den Feuerscheckenfalter (Euphydryas aurinia) ist die Pflanze überlebenswichtig. Selbst der Rotrandbär (Diacrisia sannio), ein eher unauffälliger Nachtfalter, nutzt die Blätter als Nahrung. Die Samen werden häufig von Ameisen verbreitet, die den nahrhaften Anhang der Samen (Elaiosom) fressen und so für eine natürliche Ausbreitung im Garten sorgen.
Obwohl Veilchen oft als essbar gelten, wird das Hain-Veilchen (Viola riviniana) in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Es ist ratsam, kleine Kinder darauf hinzuweisen, dass die Pflanze nicht verzehrt werden sollte. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Frühlingsblühern besteht bei genauer Betrachtung der typischen Veilchenblüte kaum.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.19 m
Das Hain-Veilchen ist ein unkomplizierter Gartenbewohner, sofern der Standort stimmt. Am wohlsten fühlt es sich im Halbschatten auf einem frischen (mäßig feuchten) Boden. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) benötigt es keine Starkdüngung; herabfallendes Laub im Herbst, das als natürlicher Mulch liegen bleibt, reicht vollkommen aus. Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist. Da es sich durch Samen vermehrt, darfst du Verblühtes gerne stehen lassen. Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze niedrig bleibt und im Winter einzieht. Eine hervorragende Begleitpflanze ist die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca). Beide teilen sich den Lebensraum am Gehölzrand und ergänzen sich wunderbar in der Bodenabdeckung, während sie gleichzeitig unterschiedliche Bestäuber anlocken.
Das Hain-Veilchen (Viola riviniana) gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae). Es ist in ganz Mitteleuropa, von Deutschland über Österreich bis in die Schweiz, weit verbreitet und besiedelt vorrangig lichte Laubwälder und Gehölzränder. Anders als das bekanntere März-Veilchen bildet es keine oberirdischen Ausläufer, sondern wächst horstig aus einem kurzen Wurzelstock. Die Art gilt nach der aktuellen Roten Liste als ungefährdet und ist ein typischer Vertreter unserer indigenen (einheimischen) Flora.
2 Videos zu Hain-Veilchen (Artengruppe)


8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →