Bild folgtKI-generierte IllustrationHesperis matronalis agg.
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Nachtviole (Hesperis matronalis) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre vierzähligen Blüten in Violett oder Weiß verströmen besonders in der Abenddämmerung einen betörenden, fliederartigen Duft. In deinem Naturgarten ist sie eine unverzichtbare Futterpflanze für spezialisierte Insekten. So dient sie dem Aurorafalter (Anthocharis cardamines) als wichtige Kinderstube für seine Raupen und lockt den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) zur Nektarsuche an. Wenn du einen Platz im Halbschatten frei hast, holst du dir mit ihr einen ökologisch wertvollen Duftkünstler direkt ans Haus. Du wirst staunen, wie viel Leben diese Pflanze in den Abendstunden anzieht.
Duftendes Abendbuffet für den Aurorafalter und spezialisierte Wildbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Nachtviole eine wertvolle Tankstelle für eine Vielzahl von Insekten. Besonders Tagfalter wie der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzen das Nektarangebot. Da die Blüten abends besonders stark duften, werden auch viele nachtaktive Falter angelockt. Unter den Wildbienen profitieren die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum), die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) und die Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) von den Pollen- und Nektarvorräten. Die im Spätsommer reifenden Samen dienen zudem als Energiereserve für Vögel in der kalten Jahreszeit, wenn die Stängel über den Winter stehen gelassen werden.
Die Nachtviole ist laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Sie gilt als schwach giftig, was insbesondere für die Samen und die Wurzeln zutrifft. In einem Haushalt mit kleinen Kindern, die dazu neigen, Pflanzenteile in den Mund zu stecken, solltest du sie daher außerhalb deren Reichweite pflanzen oder auf eine Pflanzung verzichten.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.58 m
Damit die Nachtviole prächtig gedeiht, solltest du ihr einen Platz im Halbschatten (lichte Schattenbereiche ohne direkte Mittagssonne) reservieren. Der Boden muss frisch (mäßig feucht) und vor allem nährstoffreich sein, da sie zu den Starkzehrern (Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf) gehört.
Pflanzzeit: Setze sie am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Boden: Verbessere magere Erde mit reichlich Kompost.
Pflege: Schneide die verblühten Stängel nicht sofort zurück, wenn du eine Selbstaussaat wünschst; die Pflanze erhält sich so oft über Jahre am selben Standort.
Vermehrung: Sie versamt sich an zusagenden Stellen willig von selbst.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) – beide schätzen die humosen, frischen Standorte am Gehölzrand und fördern gemeinsam die Population des Aurofalters.
Die Nachtviole (Hesperis matronalis) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), deren Erkennungsmerkmal die vier kreuzweise angeordneten Blütenblätter sind. In Mitteleuropa gilt sie als alte Gartenpflanze, die vielerorts verwildert ist und vor allem an Waldrändern oder in feuchten Hochstaudenfluren (nährstoffreiche Pflanzengesellschaften an Bachläufen) vorkommt. Als zweijährige bis kurzlebige ausdauernde Pflanze bildet sie im ersten Jahr eine Blattrosette und blüht im Folgejahr an bis zu 100 Zentimeter hohen Stängeln. Das Kürzel 'agg.' im Namen deutet darauf hin, dass es sich um eine Gruppe nah verwandter Kleinarten handelt.
27 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →