Bild folgtKI-generierte IllustrationHeracleum sphondylium
Auch bekannt als: Gemeiner Bärenklau, Wiesenbärenklau, Wiesen-Bärenklau
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Gewöhnliche Bärenklau (Heracleum sphondylium) durch ihre mächtigen, flachen Schirmblüten auf. In deinem Naturgarten ist sie ein wichtiger Ankerpunkt für die Artenvielfalt, da sie als Futterquelle für Insekten wie die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) dient. Durch ihre stattliche Größe bietet sie zudem wertvollen Schutzraum für kleine Gartenbewohner. Wenn du einen nährstoffreichen Platz frei hast, solltest du dieser indigenen (einheimischen) Wildstaude unbedingt eine Chance geben. Du wirst staunen, wie viel Leben sie anzieht. Sie zeigt dir direkt, ob dein Boden gesund und kräftig ist.
Ein Insektenmagnet von März bis August für seltene Sandbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Pflanze ein Magnet für spezialisierte Insekten. Besonders die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Atlantische Sandbiene (Andrena nitidiuscula) nutzen das Nektarangebot. Auch Käfer wie der Kleine Eichenbock (Cerambyx scopolii) und Blattwespen wie Tenthredo mesomela besuchen die Blüten regelmäßig. Da die Blütezeit laut Daten bereits im März beginnt und bis August reicht, ist sie eine dauerhafte Tankstelle. Ohne spezifische Daten zu Schmetterlingsraupen liegt der Fokus hier ganz auf der Vielfalt der Hautflügler und Käfer. Sie ist eine Schlüsselart für eine funktionierende Insektenwelt im Garten.
Die Gewöhnliche Bärenklau ist nicht kindersicher, da sie bei Hautkontakt und Sonneneinstrahlung phototoxische (lichtempfindliche) Reaktionen auslösen kann. Im Vergleich zum Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) ist sie zwar weniger aggressiv, dennoch ist Vorsicht geboten. Trage beim Hantieren mit der Pflanze am besten Handschuhe, um Rötungen zu vermeiden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Wähle einen sonnigen Standort in deinem Garten aus.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein und niemals völlig austrocknen.
Da die Pflanze ein Starkzehrer (hoher Nährstoffbedarf) ist, braucht sie einen fetten (nährstoffreichen) Boden.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, dass der Boden bei der Pflanzung offen und frostfrei ist.
Ein Rückschnitt ist nach der Blüte möglich, aber das Stehenlassen der Stiele hilft überwinternden Insekten.
Die Vermehrung erfolgt am einfachsten über die gezielte Aussaat der reifen Samen.
Als Begleitpflanze empfehle ich die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula).
Beide Arten teilen sich ähnliche Standortansprüche in der Fettwiese (nährstoffreiches Grünland) und blühen zeitweise gemeinsam.
Die Gewöhnliche Bärenklau (Heracleum sphondylium) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sie besiedelt bevorzugt nährstoffreiche Wiesen sowie Waldränder und gilt als indigen (einheimisch). Charakteristisch sind die hohlen, kantig gefurchten Stängel und die großen Doppeldolden (verzweigte Schirmblüten). Mit ihrer imposanten Wuchshöhe ist sie ein markanter Vertreter der heimischen Flora. In der Roten Liste wird sie aktuell als ungefährdet geführt.
177 Arten interagieren mit dieser Pflanze
8 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
58 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →