
Campanula rotundifolia
Auch bekannt als: Gewöhnliche Rundblättrige Glockenblume, Rundblättrige Glockenblume, Rundblatt-Glockenblume
Artengruppe
57
Arten
interagieren
202
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) sofort an ihren zarten, hellblauen Glockenblüten, die an fast drahtigen, dünnen Stielen im Wind schwingen. Für deinen Naturgarten ist sie eine unverzichtbare Bereicherung, da sie über Monate hinweg verlässlich Nahrung bietet. Sie ist eine lebenswichtige Raupenfutterpflanze für spezialisierte Falter wie die Bunte Gebirgseule (Polymixis xanthomista) und die Art Standfussiana lucernea cataleuca. Wenn du einen sonnigen Platz mit magerem Boden hast, ist diese ausdauernde Wildstaude genau die richtige Wahl für dich. Du wirst staunen, wie viel Leben diese filigrane Pflanze in deine Beete bringt.
Filigraner Dauerblüher von Mai bis September für sonnige Magerstandorte.
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Die ökologische Bedeutung dieser Art erstreckt sich über die gesamte warme Jahreszeit, da sie von Mai bis September blüht. Sie dient als spezialisierte Raupenfutterpflanze für die Bunte Gebirgseule (Polymixis xanthomista) und die Standfussiana lucernea cataleuca. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine wichtige Anlaufstelle für zahlreiche Wildbienen, die auf Glockenblumen spezialisiert sind. Da sie als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits heimisch war) fest in unser Ökosystem integriert ist, unterstützt sie die regionale Biodiversität massiv. Die Samenstände sollten über den Winter stehen bleiben, um Insekten einen geschützten Rückzugsort zu bieten.
Die Datenbank stuft die Rundblättrige Glockenblume als nicht kindersicher ein, weshalb du beim Pflanzen in Bereichen, in denen kleine Kinder spielen, achtsam sein solltest. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen Glockenblüten kaum. Die Pflanze ist ein fester, heimischer Bestandteil unserer Naturwiesen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.23 m
Wähle für diese Glockenblume einen sonnigen Standort im Garten. Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und vor allem mager (nährstoffarm) sein, da sie als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) empfindlich auf zu viel Dünger reagiert.
Pflanzzeit: Idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Bodenbeschaffenheit: Durchlässige Erde ist wichtig; bei schweren Böden solltest du Sand oder feinen Kies einmischen.
Pflege: Ein Rückschnitt verblühter Stängel kann eine Zweitblüte fördern, ist aber für die Selbstaussaat nicht zwingend nötig.
Mykorrhiza: Sie geht eine AM-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln zur Nährstoffaufnahme) ein, was ihre Widerstandsfähigkeit stärkt.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Heidenelke (Dianthus deltoides) – beide teilen die Vorliebe für trockene, magere Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Die Rundblättrige Glockenblume gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie besiedelt natürlicherweise Magerrasen (nährstoffarme Wiesen) und lichte Wälder. Ein charakteristisches Merkmal sind die rundlichen Grundblätter, die jedoch meist verwelkt sind, sobald die schmalen Stängelblätter und Blüten erscheinen. Die Pflanze wächst ausdauernd und bildet über kurze Ausläufer lockere Bestände.
3 Videos zu Rundblättrige Glockenblume (Artengruppe)



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30 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
25 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_363899690
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