
Digitalis purpurea
Auch bekannt als: digitale pourpre
43
Arten
interagieren
104
Interaktionen
dokumentiert
10
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst den Roten Fingerhut (Digitalis purpurea) sofort an seinen imposanten, hoch aufragenden Blütenkerzen mit den purpurroten Glockenblüten, die im Inneren auffällige dunkle Flecken aufweisen. In deinem Naturgarten ist er eine wertvolle Ressource für spezialisierte Falter wie den Wachtelweizen-Scheckenfalter (Mellicta athalia) und dient als wichtige Kinderstube für Nachtfalterraupen. Er bringt vertikale Struktur in schattigere Gartenbereiche und sät sich bei guten Bedingungen von selbst aus. Wenn du eine halbschattige Ecke mit frischem Boden hast, kannst du mit ihm ohne viel Mühe eine natürliche Waldrand-Atmosphäre schaffen.
Majestätische Waldschönheit: Unverzichtbare Kinderstube für heimische Nachtfalter.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Rote Fingerhut eine unersetzliche Raupenfutterpflanze für spezialisierte Nachtfalter wie die Hausmutter (Noctua pronuba), die Graue Eule (Antitype chi) und die Gelbfleck-Waldschatteneule (Euplexia lucipara). Während der Blütezeit von Juni bis Juli lockt er zudem den Wachtelweizen-Scheckenfalter (Mellicta athalia) sowie verschiedene Punktkäfer an. Da er reichlich Samen produziert, bietet er nach der Blüte eine wichtige Strukturkomponente im herbstlichen Garten. Seine Anwesenheit fördert gezielt die Artenvielfalt der heimischen Falterpopulationen.
Der Rote Fingerhut ist in allen Pflanzenteilen hochgiftig und daher nicht kindersicher. Er sollte keinesfalls in Gärten gepflanzt werden, in denen kleine Kinder oder Haustiere spielen. Aufgrund der markanten Blattform der Rosette besteht im ersten Jahr eine gewisse Verwechslungsgefahr für Laien mit ungiftigen Wildkräutern.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.81 m
Standort: Ideal ist ein Platz im Halbschatten (lichter Schatten unter Bäumen oder am Hausrand).
Boden: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) bevorzugt er normalen, frischen (mäßig feuchten) Gartenboden ohne Staunässe.
Pflanzzeit: Setze junge Rosetten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Der Fingerhut ist zweijährig. Lass die verblühten Stängel im Sommer stehen, bis die Samen ausgefallen sind, damit er im Garten dauerhaft erhalten bleibt.
Vermehrung: Er besorgt die Nachzucht durch Selbstaussaat meist ganz von allein.
Rückschnitt: Erst im Spätwinter bodennah einkürzen, um Insekten in den Stängeln nicht zu stören.
Kombinationsempfehlung: Eine wunderbare Partnerin ist die Wald-Segge (Carex sylvatica). Beide teilen den Lebensraum Waldrand und das Bedürfnis nach frischem Boden, wobei das feine Laub des Grases die kräftigen Blätter des Fingerhuts ökologisch und optisch perfekt ergänzt.
Der Rote Fingerhut (Digitalis purpurea) gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch). Er besiedelt natürlicherweise Waldlichtungen und Kahlschläge auf kalkarmen Böden. Die Pflanze wächst zweijährig: Im ersten Jahr bildet sie eine flache Blattrosette aus, aus der im zweiten Jahr der bis zu zwei Meter hohe, unverzweigte Blütenstand austreibt. Die Blätter sind auf der Unterseite weich behaart, was ein typisches Erkennungsmerkmal dieser Art ist.
3 Videos zu Roter Fingerhut



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28 Arten interagieren mit dieser Pflanze
10 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_916549946
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