Bild folgtKI-generierte IllustrationMentha longifolia
Auch bekannt als: Roß-Minze, Roßminze
57
Arten
interagieren
250
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Ross-Minze einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren langen, violetten Blütenähren und den auffällig silbrig-filzigen Blättern ist sie eine imposante Erscheinung im Garten. Als heimische Wildstaude spielt sie eine zentrale Rolle für die lokale Artenvielfalt, da sie in den heißen Monaten von Mai bis September verlässlich Nektar liefert. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) sind häufige Gäste an den Blüten. Du tust der Natur etwas Gutes, wenn du dieser wüchsigen Art ein Plätzchen an einem feuchten Standort einräumst. Sie ist die perfekte Wahl für dich, wenn du eine robuste Pflanze suchst, die Leben in den Garten bringt.
Silberlaubiger Insektenmagnet: Die Ross-Minze liefert Nektar für fünf Monate.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Ross-Minze eine wertvolle Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten. Die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) nutzt die Blüten intensiv als Pollenquelle. Für Schmetterlinge wie den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) ist sie eine wichtige Tankstelle im Hochsommer. Zudem dient sie verschiedenen Nachtfaltern als Lebensraum; so profitieren die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera), die Baumwoll-Sonneneule (Helicoverpa peltigera) und das Rosen-Flechtenbärchen (Miltochrista miniata) von ihrem Vorhandensein. In der kalten Jahreszeit bieten die stehengelassenen Stängel wertvolle Überwinterungsplätze für kleine Gartenbewohner.
Die Ross-Minze wird laut Datenbank als nicht uneingeschränkt kindersicher eingestuft, was vermutlich an den sehr starken ätherischen Ölen liegt, die bei empfindlichen Personen zu Reizungen führen können. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit anderen, meist harmlosen Minzarten, jedoch nicht mit stark giftigen Pflanzen der heimischen Flora. Achte darauf, dass kleine Kinder die Pflanze nicht in größeren Mengen verzehren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Wähle für die Ross-Minze einen vollsonnigen Platz, damit sie ihre volle Blütenpracht entwickeln kann.
Der Boden sollte „frisch“ sein, was bedeutet, dass er eine gleichmäßige Feuchtigkeit aufweisen muss und nicht austrocknen darf.
Da sie ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist, bevorzugt sie einen nährstoffreichen und „fetten“ Boden.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Beachte bei der Planung, dass sie sich über unterirdische Ausläufer ausbreitet und daher ausreichend Platz benötigt.
Ein Rückschnitt der verblühten Ähren im Spätsommer kann die Vitalität fördern.
Die Vermehrung ist durch einfache Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr problemlos möglich.
Im Winter schützt die abgestorbene Biomasse den Boden; lasse die Stängel daher bis zum Frühjahr stehen.
Gute Partnerin: Der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) passt hervorragend, da beide die gleichen Ansprüche an Bodenfeuchte und Nährstoffe teilen und sich in ihrer Wuchsform ergänzen.
Die Ross-Minze (Mentha longifolia) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) innerhalb der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) oder als Archäophyt (eine Pflanze, die vor dem Jahr 1492 eingeführt wurde) fest etabliert. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Ufersäume, Gräben und nasse Wiesen. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren vierkantigen Stängel und die länglich-lanzettlichen Blätter aus, die im Gegensatz zu vielen Kulturminzen beidseitig stark behaart sind.
1 Video zu Ross-Minze

50 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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