
Daucus carota subsp. carota
194
Arten
interagieren
352
Interaktionen
dokumentiert
9
Wirtsbeziehungen
Arten
Die Gewöhnliche Möhre erkennst du sofort an ihren weißen, filigranen Doppeldolden (Blütenstände mit verzweigten Stielen) und der fast immer vorhandenen, tiefroten „Mohrenblüte“ im Zentrum. Sie ist eine der wertvollsten Pflanzen für den Naturgarten, da sie als Lebensader für spezialisierte Insekten fungiert. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und das Hufeisenklee-Widderchen (Zygaena loti) profitieren von ihrem reichen Angebot. Wenn du einen sonnigen Platz mit normalem Gartenboden hast, ist diese wilde Ahnin unserer Karotte eine wunderbare Bereicherung für dich.
Wilde Ahnin mit rotem Herz: Ein Magnet für Sandbienen und Widderchen.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Gewöhnliche Möhre eine zentrale Anlaufstelle für eine Vielzahl von Insekten. Besonders hervorzuheben sind die Atlantische Sandbiene (Andrena nitidiuscula) und die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria), die auf den offenen Dolden leicht an Nektar gelangen. Auch das Hufeisenklee-Widderchen (Zygaena loti) nutzt die Pflanze intensiv. Im Winter bieten die markhaltigen Stängel wertvolle Überwinterungsplätze für Insektenlarven, während die Samenstände als natürliche Futterstation für Vögel dienen. Ihre Pfahlwurzel lockert zudem den Boden tiefgründig auf.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.42 m
Wähle einen vollsonnigen Standort in deinem Garten aus.
Der Boden sollte „frisch“ sein, was im gärtnerischen Sinne eine mäßige, gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe bedeutet.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) kommt sie wunderbar mit normalem, nicht überdüngtem Gartenboden zurecht.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Da die Pflanze meist zweijährig wächst, solltest du die verblühten Dolden im zweiten Jahr stehen lassen, damit sie sich durch Versamung selbst erhalten kann.
Die Pflanze bildet eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Wurzelpilzen) aus, was sie widerstandsfähig gegenüber Stress macht.
Eine gute Partnerin ist die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich hervorragend in ihrer ökologischen Funktion für Bestäuber.
Die Gewöhnliche Möhre (Daucus carota subsp. carota) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) ist sie fest in unserer Kulturlandschaft verwurzelt. Charakteristisch sind ihre feingefiederten Blätter und die kräftige Pfahlwurzel, die beim Zerreiben deutlich nach Möhre duftet. Sie besiedelt bevorzugt sonnige Wiesen und Wegränder auf mäßig feuchten Böden.
1 Video zu Gewöhnliche Möhre

132 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
53 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_879380068
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →