Bild folgtKI-generierte IllustrationBranta leucopsis (Bechstein, 1803)
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Die Nonnengans (Branta leucopsis) erkennst du an ihrem auffällig weißen Gesicht, das sich stark von dem schwarzen Scheitel, dem schwarzen Schnabel und dem tiefschwarzen Hals absetzt. Diese kleine Gans ist etwa so groß wie eine Hausente und besitzt ein silbergraues Rückengefieder mit feinen schwarzen Querstreifen. Ihr charakteristischer Ruf erinnert an das hohe Kläffen eines kleinen Hundes, was sie deutlich von anderen Gänsearten unterscheidet. Als Pflanzenfresser sucht sie auf deinen Rasenflächen oder Wiesen nach Nahrung, wobei sie bevorzugt Weiß-Klee (Trifolium repens) abweidet. In deinem Garten nutzt sie zudem das Gewöhnliche Schilf (Phragmites australis) als sicheren Rückzugsort oder Deckung. Sogar herabgefallene Äpfel (Malus domestica) nimmt sie in den Wintermonaten gerne als energiereiche Beikost an. Ursprünglich ein Gast aus der Arktis, tritt sie bei uns zunehmend als Standvogel (Vogel, der das ganze Jahr im selben Gebiet bleibt) auf. Ihr Nest baut sie als Bodenbrüter meist in der Nähe von Wasserstellen auf erhöhtem Grund. Wenn du ihr helfen möchtest, lass im Winter einige Äpfel auf dem Boden liegen und schone klee-reiche Wiesenabschnitte. Ein naturnaher Teich mit einer Schilfzone bietet ihr die nötige Ruhe für die Rast.
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Die Nonnengans ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt und darf während der Brut oder Rast nicht gestört werden. Ihre Nester am Boden sind empfindlich gegenüber Störungen durch freilaufende Hunde. Eine Verwechslung mit der Ringelgans ist möglich, doch diese hat ein fast vollständig dunkles Gesicht.
Die Nonnengans gehört zur Familie der Entenvögel (Anatidae) und wird innerhalb der Gänsevögel zur Gattung der Meergänse (Branta) gezählt. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst heute neben der Arktis auch weite Teile von Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien. Sie lebt bevorzugt in küstennahen Salzwiesen oder an Binnengewässern mit angrenzenden Weideflächen. Von der größeren Kanadagans unterscheidet sie sich durch das vollständig weiße Gesicht ohne schwarzen Kinnriemen und die deutlich kleinere Körperstatur.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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