
Hedera helix
Auch bekannt als: Gemeiner Efeu, Efeu
95
Arten
interagieren
100
Interaktionen
dokumentiert
14
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Gewöhnlichen Efeu (Hedera helix) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinen immergrünen, charakteristisch gelappten Blättern und den kräftigen Haftwurzeln erklimmt er mühelos Mauern und Baumstämme. Diese Pflanze ist ökologisch wertvoll, da sie als unverzichtbare Kinderstube für spezialisierte Falter wie den Nachtschwalbenschwanz (Ourapteryx sambucaria) oder die Gelbfleck-Waldschatteneule dient. Auch die Olivbraune Zünslereule profitiert direkt von seinem dichten Wuchs. Für dich im Garten ist er der ideale Problemlöser für dunkle Ecken, da er dort gedeiht, wo kaum eine andere Pflanze überlebt. Du machst alles richtig, wenn du ihm ein Plätzchen im Schatten anbietest.
Immergrüner Kletterkünstler: Die Kinderstube für den Nachtschwalbenschwanz.
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Der Efeu ist eine überragende Lebensgrundlage für heimische Nachtfalter. Seine Blüte im Juni bietet Nahrung für Insekten, während seine Blätter als Raupenfutter für zahlreiche Arten dienen. Konkret profitieren der Braungebänderte Heckenspanner, der Stachelbeerspanner (Abraxas grossulariata) und das Schwarze Ordensband (Mormo maura). Auch die Weiße Tigerschecke (Spilosoma lutea) und der Gefleckte Erdbürzler finden hier ihre Nahrung. Im Winter bieten die reifen Früchte eine energiereiche Mahlzeit für Vögel, wenn andere Quellen bereits erschöpft sind. Die dichte Struktur dient zudem ganzjährig als wichtiger Rückzugsort und Nistplatz.
Der Gewöhnliche Efeu ist nicht kindersicher. Alle Teile der Pflanze sind giftig und können bei Hautkontakt Reizungen oder nach dem Verzehr Übelkeit und Erbrechen verursachen. Achte daher besonders darauf, wenn kleine Kinder oder Haustiere Zugang zum Garten haben. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern besteht aufgrund der markanten Blattform und Kletterweise praktisch nicht.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Sep – Nov
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
5.02 m
Standort: Wähle einen Platz im Schatten, da der Efeu dort seine volle Pracht entfaltet.
Boden: Ein normaler Gartenboden ohne Staunässe ist ideal.
Feuchtigkeit: Er benötigt einen frischen Boden, was bedeutet, dass die Erde mäßig feucht sein sollte und nie ganz austrocknen darf.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Er ist sehr schnittverträglich; du kannst ihn jederzeit stutzen, falls er zu weit ausgreift.
Vermehrung: Die Vermehrung gelingt kinderleicht über Stecklinge in Wasser oder Erde.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist die Haselwurz (Asarum europaeum). Beide Pflanzen teilen die Vorliebe für schattige, frische Standorte und bilden gemeinsam einen dichten, ökologisch wertvollen Teppich am Gartenboden.
Der Gewöhnliche Efeu (Hedera helix) ist eine in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitete, indigene (einheimische) Kletterpflanze. Er wächst ausdauernd und immergrün, wobei er als Mittelzehrer einen durchschnittlichen Nährstoffbedarf aufweist. In der Natur besiedelt er oft schattige Wälder und Felsen auf frischen (mäßig feuchten) Böden. Ein interessantes Merkmal ist sein Dimorphismus (Zweigestaltigkeit), bei dem die kriechenden Jugendformen gelappte Blätter und die blühenden Altersformen im Licht ungeteilte Blätter bilden. Auf der Roten Liste wird er als ungefährdet (*) geführt.
3 Videos zu Gewöhnlicher Efeu



53 Arten interagieren mit dieser Pflanze
14 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
28 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_5692818
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