
Hyacinthoides non-scripta
Auch bekannt als: Waldhyazinthe, Eigentliches Hasenglöckchen, Atlantisches Hasenglöckchen
55
Arten
interagieren
114
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist das Englische Hasenglöckchen (Hyacinthoides non-scripta) durch seine einseitswendig überhängenden Blütentrauben mit den tiefblauen, röhrenförmigen Glockenblüten. In deinem Garten schaffst du damit eine lebenswichtige Nahrungsquelle für frühe Flieger wie die Gartenhummel (Bombus hortorum) oder die Ackerhummel (Bombus pascuorum). Da die Art in der Natur als extrem selten eingestuft wird (Rote Liste Status R), leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Besonders unter Laubbäumen fühlt sie sich wohl und bildet mit der Zeit wunderschöne blaue Teppiche. Mit dieser Pflanze holst du dir ein Stück wilde Natur zurück, das genau zur richtigen Zeit für Farbe sorgt. Probier es einfach mal an einer schattigen Stelle aus.
Blaues Wunder für Hummeln: Schütze eine der seltensten Arten in deinem Garten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Hasenglöckchen eine wertvolle Ressource für spezialisierte Insekten. Mit einer Kronröhrentiefe (Abstand vom Eingang bis zum Nektar) von 13,2 mm ist es besonders auf langrüsselige Bestäuber wie die Gartenhummel (Bombus hortorum) und die Wiesenhummel (Bombus pratorum) angewiesen. Jede Blüte produziert etwa 0,24 Mikroliter Nektar und liefert fast ein Milligramm Pollen, was eine energiereiche Nahrung für die Aufzucht der Wildbienenbrut darstellt. Auch Schmetterlinge wie der Frühlings-Perlmutterfalter (Boloria euphrosyne) besuchen die Blüten. Sogar Säugetiere wie die Rötelmaus (Myodes glareolus) werden als Besucher an den Beständen beobachtet.
Das Englische Hasenglöckchen ist in allen Teilen giftig und daher nicht kindersicher. Im Garten ist Vorsicht geboten, wenn kleine Kinder oder Haustiere dort spielen. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit dem Bärlauch (Allium ursinum), allerdings fehlt dem Hasenglöckchen der charakteristische Knoblauchgeruch, und die Blätter wachsen direkt aus der Zwiebelbasis, statt am Stängel.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.21 m
Kronröhre
13.2 mm
Nektar
0.241 µl/Blüte
Pollen
0.9383 mg/Blüte
Standort: Wähle einen halbschattigen Platz, idealerweise im lichten Schatten unter sommergrünen Gehölzen.
Boden: Die Pflanze gedeiht am besten auf frischen (mäßig feuchten) Böden mit normalem Nährstoffgehalt, sie ist eine typische Mittelzehrerin (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf).
Pflanzzeit: Du kannst die Zwiebeln im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden offen ist.
Pflege: Lass das Laub nach der Blüte unbedingt vollständig vergilben und einziehen, damit die Zwiebel die Nährstoffe für das nächste Jahr speichern kann.
Vermehrung: An einem ungestörten Platz vermehrt sich die Pflanze durch Tochterzwiebeln und Samen von selbst.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist das Buschwindröschen (Anemone nemorosa). Beide teilen den Lebensraum lichter Laubwälder und ergänzen sich optisch perfekt im Frühlingsaspekt, bevor die Bäume ihr dichtes Laubdach schließen.
Das Englische Hasenglöckchen gehört zur Gruppe der Geophyten (Pflanzen, die ungünstige Jahreszeiten in unterirdischen Speicherorganen überdauern). Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, wobei sein Status als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingeführt) gilt. In der Natur besiedelt es bevorzugt lichte Laubmischwälder auf frischen Böden. Typisch ist der bogenförmig geneigte Blütenstand, bei dem alle Blüten zu einer Seite herabhängen, was es deutlich von der aufrechteren Spanischen Variante unterscheidet.
1 Video zu Englisches Hasenglöckchen

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45 Arten interagieren mit dieser Pflanze
10 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloRes_2022
•FloRes Database — Takkis et al. (2018), DOI: 10.1371/journal.pone.0202501 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_326963828
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →