Bild folgtKI-generierte IllustrationAcer pseudoplatanus
Auch bekannt als: Blutahorn, Weissahorn, Weißahorn, Sykomore, Weiß-Ahorn, Weiss-Ahorn
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Arten
interagieren
147
Interaktionen
dokumentiert
36
Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen großen, handförmig fünflappigen Blättern und den paarweisen Flügelnüssen, die im Herbst wie kleine Propeller zu Boden segeln, lässt sich der Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) sofort erkennen. Er ist ein ökologisches Kraftzentrum für den Naturgarten, von dem besonders spezialisierte Nachtfalter wie der Ahorn-Zahnspinner (Ptilodon cucullina) profitieren. Mit seinem stattlichen Wuchs bietet er wertvollen Lebensraum für Säugetiere wie die Rötelmaus (Myodes glareolus). Wenn du den nötigen Platz in deinem Garten hast, schaffst du mit diesem Baum ein langlebiges Refugium für zahlreiche heimische Tierarten. Sprich mich gerne an, wenn du unsicher bist, ob dein Boden nährstoffreich genug für diesen imposanten Baum ist.
Ein imposanter Schattenspender und Lebensraum für den seltenen Ahorn-Zahnspinner.
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Der Berg-Ahorn ist eine lebenswichtige Ressource für die heimische Fauna. Im Mai bietet er reichlich Nektar für Wildbienen wie die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) und die Gewöhnliche Blutbiene (Sphecodes monilicornis). Als Raupenfutterpflanze ist er unersetzlich für Falter wie den Grauen Herbst-Labkrautspanner (Epirrita dilutata), den Buchen-Frostspanner (Operophtera fagata) und den Gelbgestreiften Erlen-Spanner (Campaea margaritaria). Sogar die Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) nutzt den Baum als Jagdrevier oder Quartier. Im Winter dienen die Samen am Boden Tieren wie der Rötelmaus (Myodes glareolus) als energiereiche Nahrungsgrundlage.
Der Berg-Ahorn wird als nicht kindersicher eingestuft. Da Teile des Baumes bei Verzehr gesundheitliche Probleme verursachen können, ist in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten. Eine Verwechslung ist mit dem Spitz-Ahorn (Acer platanoides) möglich, dessen Blätter jedoch spitzere Zacken aufweisen und beim Abbrechen des Blattstiels einen weißen Milchsaft abgeben, der beim Berg-Ahorn fehlt.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
24.46 m
Standort: Er bevorzugt schattige Plätze, kommt aber mit zunehmendem Alter auch mit mehr Licht zurecht.
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt er einen sehr fetten und tiefgründigen Boden.
Feuchtigkeit: Der Untergrund sollte frisch (mäßig feucht) sein; anhaltende Trockenheit verträgt er schlecht.
Pflanzzeit: Setze den Baum am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Platzbedarf: Bedenke bei der Pflanzung seine enorme Endgröße; er braucht viel Raum zur Entfaltung.
Pflege: In jungen Jahren solltest du bei Sommertrockenheit regelmäßig gießen.
Düngung: Eine jährliche Gabe von Kompost unterstützt seinen hohen Nährstoffhunger.
Kombinationsempfehlung: Unterpflanze ihn mit Bärlauch (Allium ursinum).
Begründung: Beide Arten sind heimisch und teilen die Vorliebe für frische, nährstoffreiche Böden im Halbschatten oder Schatten.
Der Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae) und ist in den Bergwäldern Mitteleuropas weit verbreitet. Er besiedelt bevorzugt kühle, luftfeuchte Standorte in der montanen Stufe (Höhenstufe der Mittelgebirge). Charakteristisch ist seine graubraune Borke, die im Alter in großen Schuppen abblättert. Als indigene (einheimische) Art ist er perfekt an unser Klima in Deutschland, Österreich und der Schweiz angepasst und erreicht ein hohes Alter.
40 Arten interagieren mit dieser Pflanze
36 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
28 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →