
Anthemis arvensis
Auch bekannt als: fausse camomille
36
Arten
interagieren
123
Interaktionen
dokumentiert
An den fein gefiederten Blättern und dem typischen Kamillenblütchen mit weißem Strahlenkranz und gelber Mitte lässt sich die Acker-Hundskamille (Anthemis arvensis) sofort erkennen. Sie ist ein wertvoller Archäophyt (eine Pflanze, die vor der Entdeckung Amerikas 1492 eingeführt wurde) und steht bereits auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten. In deinem Garten bietet sie spezialisierten Wildbienen wie der Großen Salbei-Schmalbiene (Lasioglossum costulatum) und Schmetterlingen wie dem Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) eine wichtige Lebensgrundlage. Mit dieser Wahl tust du aktiv etwas für den Artenschutz auf deiner eigenen Scholle. Du wirst schnell merken, wie lebendig dein Garten durch diesen kleinen Korbblütler wird.
Wichtiger Rückzugsort für die Große Salbei-Schmalbiene und den Kleinen Fuchs.
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Diese Pflanze ist eine wertvolle Tankstelle für spezialisierte Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere die Große Salbei-Schmalbiene (Lasioglossum costulatum) und die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) von ihrem Pollen- und Nektarangebot. Auch für Schmetterlinge wie den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) und den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) ist sie eine wichtige Nahrungsquelle. Sogar die seltener vorkommende Wildbiene Lasioglossum cupromicans besucht die Blüten regelmäßig. Wenn du die Samenstände über den Winter stehen lässt, bietest du zudem heimischen Vögeln eine natürliche Futterquelle in der kalten Jahreszeit.
Die Acker-Hundskamille wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte daher darauf, wenn kleine Kinder im Garten spielen, und erkläre ihnen, dass die Pflanze nicht zum Verzehr geeignet ist. Im Gegensatz zur Echten Kamille ist der Blütenboden bei der Hundskamille nicht hohl, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal darstellt.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.21 m
Wähle für die Acker-Hundskamille einen Platz in voller Sonne aus.
Der Boden sollte durchlässig und nicht zu stark gedüngt sein, da sie an das Leben auf Äckern angepasst ist.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis April oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Achte darauf, dass die Jungpflanzen anfangs genügend Wasser bekommen, bis sie fest eingewurzelt sind.
Da die Art einjährig bis zweijährig wächst, solltest du die verblühten Stände im April nicht sofort abschneiden, damit sie sich versamen kann.
Eine Vermehrung erfolgt unkompliziert über die Aussaat der reifen Samen direkt an Ort und Stelle.
Die Pflanze ist pflegeleicht und benötigt nach der Etablierung kaum zusätzliche Wassergaben.
Gute Partnerin: Die Kornblume (Centaurea cyanus) – beide teilen den gleichen Lebensraum als Ackerbegleitflora und fördern gemeinsam die Insektenvielfalt.
Die Acker-Hundskamille (Anthemis arvensis) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt als Archäophyt traditionell Äcker und Brachen. Auffällig sind ihre aufrechten, meist verzweigten Stängel und die im Gegensatz zur Echten Kamille fast geruchlosen Blütenköpfchen. Trotz ihrer weiten Verbreitung gilt sie heute durch intensive Landwirtschaft als gefährdet und wird auf der Roten Liste in der Kategorie V (Vorwarnliste) geführt.
3 Videos zu Acker-Hundskamille



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27 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_371161221
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