Bild folgtKI-generierte IllustrationLycopsis arvensis
Auch bekannt als: Anchusa arvensis subsp. arvensis
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die kleinen, himmelblauen Blüten mit dem weißen Schlund und die stark gewellten, borstig behaarten Blattränder. Als typische Bewohnerin von Ackerflächen ist die Acker-Ochsenzunge (Lycopsis arvensis) eine wertvolle Bereicherung für naturnahe Gärten, da sie spezialisierten Bestäubern wie der Veränderlichen Hummel (Bombus humilis) eine wichtige Nahrungsquelle bietet. Du holst dir mit ihr eine robuste Wildpflanze in den Garten, die gerade auf offenen Bodenstellen gut gedeiht. Wer diese Pflanze einmal zwischen seinen Beeten hat, schätzt ihren wilden Charme und den Nutzen für die Insektenwelt. Probiere es einfach aus und lass ihr ein wenig Platz zur Selbstaussaat.
Himmelblaue Hummel-Tankstelle: Ein Muss für die seltene Veränderliche Hummel.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Acker-Ochsenzunge ein Magnet für verschiedene Hummelarten. Besonders die Veränderliche Hummel (Bombus humilis) profitiert von dem Nektarangebot. Auch die Baumhummel (Bombus hypnorum), die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) und die Heidehummel (Bombus jonellus) suchen die blauen Blüten regelmäßig auf. Sogar die Honigbiene (Apis mellifera) schätzt diese Pflanze als Trachtquelle. Im Winter dienen die verbliebenen Samenstände als wichtige Futterquelle für Vögel, weshalb du die verblühten Stängel bis zum Frühjahr stehen lassen solltest.
Die Acker-Ochsenzunge ist nicht als kindersicher eingestuft. Die gesamte Pflanze ist mit sehr steifen, borstigen Haaren besetzt, die bei Kontakt empfindliche Haut reizen können. Zudem enthält sie, wie viele Raublattgewächse, Inhaltsstoffe, die nicht verzehrt werden sollten. Eine Verwechslung mit der Gemeinen Ochsenzunge (Anchusa officinalis) ist möglich, diese ist jedoch meist größer und hat gerade Blütenröhren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Damit die Acker-Ochsenzunge gut gedeiht, solltest du folgende Punkte beachten:
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Boden: Ein Mittelzehrer (Boden mit normalem Nährstoffgehalt) ist ideal. Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe mag sie jedoch nicht.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Die Pflanze ist sehr anspruchslos. Nach der Blüte im Juni kannst du sie stehen lassen, damit sie sich versamen kann.
Vermehrung: Da sie oft nur zwei Jahre lebt, erhält sie sich am besten durch Selbstaussaat auf offenen Bodenstellen.
Kombinationsempfehlung: Eine wunderbare Partnerin ist die Kornblume (Centaurea cyanus). Beide teilen sich den Lebensraum auf dem Acker, bevorzugen sonnige Standorte und ergänzen sich optisch sowie ökologisch hervorragend, um ein breites Spektrum an Bestäubern anzulocken.
Die Acker-Ochsenzunge (Lycopsis arvensis) gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) und ist in Deutschland und Österreich heimisch. Sie wächst bevorzugt auf Äckern, Brachen und an Wegrändern auf mäßig feuchten, aber gut durchlässigen Böden. Charakteristisch für diese ein- bis zweijährige Pflanze ist die starke Behaarung der gesamten Oberfläche, wobei die Haare auf kleinen weißen Knötchen sitzen. Die Blütenkrone ist im Gegensatz zu vielen verwandten Arten leicht gebogen, was ein wichtiges Erkennungsmerkmal darstellt.
3 Videos zu Acker-Ochsenzunge



8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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