Bild folgtKI-generierte IllustrationLathyrus linifolius
Auch bekannt als: Orobus linifolius
14
Arten
interagieren
43
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Mit ihren purpurroten bis blauvioletten Schmetterlingsblüten, die in kurzen Trauben an den geflügelten Stängeln sitzen, fällt die Berg-Platterbse (Lathyrus linifolius) sofort auf. Diese ausdauernde Wildpflanze ist ein stiller Star im Naturgarten, da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht und somit besonderen Schutz verdient. Besonders Raupen wie die des Kryptischen Tintenflecks (Leptidea reali) oder des Senffalters (Leptidea sinapis) sind existenziell auf sie als Futterquelle angewiesen. Wenn du einen halbschattigen Platz mit magerem Boden hast, ist sie die ideale Wahl, um bedrohten Schmetterlingen eine Heimat zu geben. Du wirst sehen, wie dankbar die Natur auf dieses gezielte Angebot reagiert.
Edle Wildschönheit und lebenswichtige Kinderstube für den Senffalter.
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Diese Pflanze ist ein Magnet für spezialisierte Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren besonders die Mooshummel (Bombus muscorum) und der Frühlings-Perlmutterfalter (Boloria euphrosyne) von ihrem Nektarangebot. Als Raupenfutterpflanze ist sie unverzichtbar für das Große Fünffleckwidderchen (Zygaena viciae) sowie für den Senffalter (Leptidea sinapis). Die Samen, die in kleinen Hülsen heranreifen, bieten zudem eine wichtige Nahrungsgrundlage für heimische Vögel während der Wintermonate. Durch die Ansiedlung förderst du gezielt Arten, die in der modernen Agrarlandschaft kaum noch Lebensraum finden.
Bitte beachte, dass die Berg-Platterbse (Lathyrus linifolius) als nicht kindersicher eingestuft wird. Die Samen in den Hülsen enthalten Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Vergiftungserscheinungen führen können. In einem Haushalt mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren solltest du sie daher an einen unzugänglichen Ort im Garten pflanzen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.24 m
Wähle für die Berg-Platterbse einen Platz im Halbschatten, da sie direkte Mittagssonne meidet.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, aber keine Staunässe bilden.
Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen mageren Boden ohne zusätzliche Düngergaben.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Lockere den Boden vor dem Einsetzen tiefgründig auf, damit die Wurzeln gut Fuß fassen können.
Da sie eine Wildstaude ist, braucht sie nach dem Anwachsen kaum Pflege.
Lasse die Pflanze im Herbst unbedingt stehen; die Samenreife ist wichtig für die Selbstaussaat.
Vermehrung erfolgt am einfachsten über die Aussaat der reifen Samen direkt an Ort und Stelle.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – beide teilen die Vorliebe für lichte Gehölzränder und ergänzen sich wunderbar in der frühen Blütezeit.
Auch das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) ist eine ökologisch sinnvolle Begleiterin in der regionalen Waldgesellschaft.
Die Berg-Platterbse (Lathyrus linifolius) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Du findest sie in der freien Natur vor allem in lichten Laubwäldern oder an Waldrändern auf eher sauren Böden. Ein charakteristisches Merkmal sind die geflügelten Stängel – das sind flache, blattartige Auswüchse am Stiel –, sowie die paarig gefiederten Blätter ohne Ranken. Als Leguminose (Pflanze, die mit Knöllchenbakterien Stickstoff fixiert) verbessert sie ganz natürlich die Bodenstruktur an ihrem Standort.
10 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →