
Chaerophyllum temulum
Auch bekannt als: Taumel-Kälberkropf, Taumelkälberkropf, Hecken-Kälberkropf
100
Arten
interagieren
147
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen dunkelrot gefleckten Stängeln und der borstigen Behaarung lässt sich der Betäubende Kälberkropf sofort erkennen. Im Naturgarten ist diese Art ein wertvoller Baustein, da sie spezialisierte Insekten wie die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Gewöhnliche Maskenbiene (Hylaeus communis) unterstützt. Mit seinen weißen Blütendolden bringt er Licht in halbschattige Gartenbereiche und fördert die Artenvielfalt auf nährstoffreichen Böden. Wenn du eine wilde Ecke unter Bäumen hast, ist diese Pflanze genau die richtige Wahl für dich. Er ist ein unkomplizierter Begleiter für alle, die das natürliche Gleichgewicht im Garten schätzen.
Spezialisten-Tankstelle für die Aschgraue Sandbiene und seltene Käferarten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Betäubende Kälberkropf ein wichtiger Magnet für verschiedene Insektengruppen. Besonders die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Gewöhnliche Maskenbiene (Hylaeus communis) fliegen die Dolden gezielt an, um Pollen und Nektar zu sammeln. Auch für Käfer ist die Pflanze bedeutend: Der Schwarzköpfige Scheunenkäfer, der Halskäfer (Lepturinae) und die Art Byturus ochraceus nutzen die Blüten als Lebensraum und Nahrungsquelle. Die offenen Dolden machen den Nektar leicht zugänglich für viele kurzrüsslige Insekten. Im Winter dienen die vertrockneten Samenstände zudem als Futterquelle für Vögel.
Achtung, die Pflanze ist nicht kindersicher und gilt als schwach giftig. Da sie leicht mit anderen, teils hochgiftigen Doldenblütlern verwechselt werden kann, ist Vorsicht geboten. Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal ist der borstig behaarte und rot gefleckte Stängel, der ihn vom glatten Stängel des Schierlings unterscheidet.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.64 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, zum Beispiel am Rand von Sträuchern.
Boden: Die Pflanze ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt fetten, stickstoffreichen Boden.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein; Staunässe ist jedoch zu vermeiden.
Pflanzzeit: Setze ihn entweder von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Da er nährstoffhungrig ist, solltest du im Frühjahr etwas reifen Kompost in die Erde einarbeiten.
Vermehrung: Er sorgt meist durch Selbstaussaat für den Bestand im nächsten Jahr.
Rückschnitt: Schneide die Stängel erst im Spätwinter zurück, damit Insekten darin überwintern können.
Kombinationsempfehlung: Ein idealer Partner ist die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata).
Ökologische Begründung: Beide Arten bevorzugen halbschattige, stickstoffreiche Standorte und bieten gemeinsam eine lange Blühphase für spezialisierte Insekten.
Der Betäubende Kälberkropf (Chaerophyllum temulum) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er wächst bevorzugt im Halbschatten an Waldrändern, in Hecken oder auf Ruderalflächen (unbebautes Brachland). Als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) ist er fester Bestandteil unserer Flora. Ein morphologisches Merkmal sind die unter den Stängelknoten leicht verdickten Abschnitte, die ihm seinen Namen gaben. Er ist meist zweijährig und erreicht Wuchshöhen von bis zu einem Meter.
55 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
41 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1206007938
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