Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrena dorsata (Kirby, 1802)
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Du erkennst die Rotbeinige Körbchensandbiene (Andrena dorsata) an ihren namensgebenden, rötlich gefärbten Endgliedern der Hinterbeine und der hellen Behaarung. Diese Wildbiene lebt solitär (einzeln lebend, ohne Staatsbildung) und bringt in unseren Gärten meist zwei Generationen pro Jahr hervor. Im Frühjahr, ab April, besucht sie für die erste Brut vor allem den Eingriffeligen Weißdorn (Crataegus monogyna) und den Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys). Die Weibchen graben ihre Nester in den Boden, wobei sie bevorzugt Stellen mit spärlichem Bewuchs wählen. Jedes Ei wird in einer eigenen unterirdischen Zelle abgelegt, die zuvor mit einem Vorrat aus Pollen und Nektar gefüllt wurde. Im Sommer, zwischen Juli und August, kannst du die zweite Generation an heimischen Pflanzen wie der Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) oder dem Wirbeldost (Clinopodium vulgare) beobachten. Die Larven ernähren sich im Nest ausschließlich von dem eingetragenen Pollenvorrat und entwickeln sich dort geschützt. Die Überwinterung erfolgt als voll ausgebildete Biene in der schützenden Erdzelle unter der Erdoberfläche. Um diese Art zu fördern, solltest du offene Bodenstellen in sonniger Lage belassen und heimische Doldenblütler wie den Kletten-Kerbel (Anthriscus caucalis) pflanzen. Vermeide das Umgraben solcher Bodenbereiche, um die empfindliche Brut im Boden nicht zu stören.
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Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Diese Wildbiene ist friedfertig und sticht nur bei extremer Bedrohung, wobei der Stachel die menschliche Haut kaum durchdringen kann. Wie alle heimischen Wildbienen steht sie unter allgemeinem Artenschutz und darf nicht gestört oder gefangen werden.
Die Rotbeinige Körbchensandbiene gehört zur Familie der Sandbienen (Andrenidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt offene Landschaften sowie naturnahe Gärten. Als polylektische (viele verschiedene Pflanzenfamilien nutzende) Art spielt sie eine wichtige Rolle bei der Bestäubung heimischer Wildpflanzen. Die Weibchen erreichen eine Größe von etwa 9 bis 11 Millimetern und lassen sich durch ihre rötlichen Tarsenglieder (Fußglieder) von anderen Sandbienen unterscheiden. Ihre Lebensweise ist streng solitär, wobei die Nestanlage stets im Erdboden erfolgt.
145 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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