Bild folgtKI-generierte IllustrationAurinia saxatilis
13
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An den leuchtend goldgelben Blütenkissen, die sich im Mai über silbrig-graue Blattrosetten legen, lässt sich das Felsensteinkraut (Aurinia saxatilis) sofort erkennen. Diese Pflanze ist ein wichtiger Baustein für gefährdete Arten, da sie in der Region auf der Roten Liste der gefährdeten Arten (Stufe 3) steht. Besonders die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) nutzt die kurzen, intensiven Blütentage im Mai als lebensnotwendige Energiequelle. Wenn du einen sonnigen Platz im Steingarten hast, bietest du ihr einen wertvollen Trittstein im Biotopverbund (Vernetzung von Lebensräumen). Mit dieser Wahl förderst du aktiv den Erhalt einer heimischen Kostbarkeit in deinem Garten.
Goldener Polsterglanz im Mai: Ein Rettungsanker für die Bindensandbiene.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Das Felsensteinkraut ist eine unverzichtbare Futterquelle für spezialisierte Wildbienen. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen vor allem die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) und die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) die Blüten an. Auch Feldwespen (Polistes) sind häufige Gäste und nutzen das Nektarangebot im Mai intensiv. Da die Pflanze auf der Roten Liste (Stufe 3) steht, ist ihre Ansiedlung im Garten ein direkter Beitrag zum Artenschutz in Mitteleuropa. Die dichten Polster bieten zudem Schutz für kleine Bodenlebewesen in der sonst kargen, sonnenexponierten Umgebung.
Das Felsensteinkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Es enthält Inhaltsstoffe, die bei Kontakt oder Verzehr zu Unverträglichkeiten führen können. Achte darauf, die Pflanze in Bereichen zu setzen, die nicht als direkter Spielbereich für Kleinkinder dienen. Eine Verwechslung mit giftigen Frühjahrsblühern ist aufgrund der spezifischen Blattform und des polsterartigen Wuchses unwahrscheinlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Wähle einen vollsonnigen Platz, da das Felsensteinkraut für eine reiche Blüte viel Licht benötigt.
Der Boden sollte trocken und mager sein; auf nährstoffreichen Böden verliert die Pflanze ihre natürliche Stabilität.
Ideal ist ein Standort in Mauerritzen oder im Steingarten, der den natürlichen Felslebensraum imitiert.
Die Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Als Schwachzehrer benötigt die Pflanze keinen zusätzlichen Dünger; Überdüngung führt oft zum Absterben.
Nach der Blüte im Mai kannst du die Polster leicht zurückschneiden, um den kompakten Wuchs für das nächste Jahr zu fördern.
Vermehrung erfolgt am einfachsten über Aussaat im zeitigen Frühjahr.
Achte auf einen guten Wasserabfluss, da Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) im Winter zum Verfaulen führt.
Eine gute Partnerin ist die Heidenelke (Dianthus deltoides) – beide teilen die Vorliebe für trockene, magere Standorte und kommen in natürlichen Pflanzengesellschaften gemeinsam vor.
Das Felsensteinkraut gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) besiedelt es bevorzugt Felsfluren und Mauern. Es ist ein klassischer Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) und wächst polsterförmig. Charakteristisch sind die schmalen, meist grau behaarten Blätter, die als Verdunstungsschutz an trockenen Standorten dienen. Die Art bevorzugt sonnige Lagen auf kalkhaltigem Untergrund.
10 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →