
Myotis daubentonii (Kuhl, 1817)
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Die Wasserfledermaus (Myotis daubentonii) ist eine mittelkleine Fledermaus mit graubraunem Rückenfell, einer auffällig hellen Unterseite und verhältnismäßig großen Füßen, die sie geschickt zur Insektenjagd dicht über Wasseroberflächen einsetzt. In Deinem Garten hält sie sich bevorzugt auf, wenn ein Teich oder ein Bachlauf in der Nähe ist. Als Insektenfresser jagt sie während der Dämmerung und Nacht nach Mücken und Nachtfaltern. Ihre Quartiere findet sie oft in Baumhöhlen alter Laubbäume wie der Gewöhnlichen Esche (Fraxinus excelsior), der Gewöhnlichen Buche (Fagus sylvatica) oder der Stiel-Eiche (Quercus robur). Auch die Hainbuche (Carpinus betulus) und der Feld-Ahorn (Acer campestre) bieten ihr wertvolle Rückzugsorte. In den Wintermonaten hält dieses Säugetier einen tiefen Winterschlaf (einen Zustand herabgesetzter Körpertemperatur und verlangsamten Stoffwechsels), meist in feuchten Kellern oder Höhlen. Du kannst sie unterstützen, indem Du alte Bäume wie die Gewöhnliche Kiefer (Pinus sylvestris) oder Apfelbäume (Malus) erhältst. Auch das Anbringen spezieller Fledermauskästen an Gebäuden oder Bäumen hilft ihr sehr. Da sie ortstreu ist, kehrt sie jedes Jahr in vertraute Gebiete zurück. Ein naturnaher Garten mit heimischen Gehölzen wie der Bruch-Weide (Salix fragilis) sichert ihren Lebensraum langfristig.
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Diese Tierart ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt und darf weder gefangen noch gestört werden. Falls Du ein geschwächtes Tier findest, fasse es nur mit dicken Handschuhen an, da alle Fledermäuse zur Verteidigung beißen können. Eine Umsiedlung ist gesetzlich verboten.
Die Wasserfledermaus gehört zur Familie der Glattnasen (Vespertilionidae) innerhalb der Gattung der Mausohren (Myotis). Sie ist in ganz Mitteleuropa weit verbreitet und besiedelt vor allem gewässerreiche Waldgebiete und Gärten. Mit einer Flügelspannweite von etwa 25 Zentimetern zählt sie zu den kleineren heimischen Arten. Ihre Lebensweise ist streng nachtaktiv (während der Dunkelheit tätig), wobei sie ihre Beute oft direkt von der Wasseroberfläche abgreift.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Foto: © Creative Nature / Adobe Stock
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