Bild folgtKI-generierte IllustrationAceria pseudoplatani (Corti, 1905)
Corti, 1905
1
Pflanzen
besucht
3
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtspflanzen
bekannt
An den Blättern des Berg-Ahorns fallen oft winzige, pockenartige Erhebungen auf, die durch die Tätigkeit der Bergahorn-Gallmilbe (Aceria pseudoplatani) entstehen. Diese mikroskopisch kleinen Spinnentiere leben verborgen im Inneren dieser Pflanzengallen (abnormale Wucherungen des Gewebes), wo sie vor Fressfeinden geschützt sind. Dort ernähren sie sich vom Zellsaft, was die Pflanze zur Bildung der charakteristischen Strukturen anregt. Trotz der auffälligen Optik schadet dieser Befall der Vitalität des Baumes in der Regel nicht. Als ökologische Nische bieten die Gallen wiederum Lebensraum für andere Kleinstlebewesen. Im Garten ist keinerlei Bekämpfung notwendig, da sich ein natürliches Gleichgewicht zwischen Schädling und Nützling einstellt. Wer diese Naturbeobachtung zulässt, fördert die Vielfalt der spezialisierten Lebensformen. Ein gesunder Baum toleriert die Anwesenheit dieser Gäste problemlos über viele Jahre hinweg. Fachlich gesehen handelt es sich um eine Form des Parasitismus (Zusammenleben zum einseitigen Nutzen), der jedoch selten existenzbedrohend wirkt.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Die Bergahorn-Gallmilbe ist für Menschen und Haustiere absolut harmlos. Es besteht kein besonderer rechtlicher Schutzstatus, doch ist sie ein fester Bestandteil der heimischen Artenvielfalt. Da sie keine ernsthaften Schäden an Gehölzen verursacht, ist eine Sorge um die Gartengesundheit unbegründet.
Die Bergahorn-Gallmilbe (Aceria pseudoplatani) wird innerhalb der Biologie zur Familie der Gallmilben (Eriophyidae) gezählt. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien, wo sie als heimische Art gilt. Diese Tiere leben hochspezialisiert auf ihrem Wirt und lösen durch Speichelsekrete die Bildung von Pflanzengallen aus. Taxonomisch sind sie bemerkenswert, da sie im Gegensatz zu den meisten anderen Spinnentieren nur zwei Beinpaare besitzen.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →