Bild folgtKI-generierte IllustrationMentha aquatica
Auch bekannt als: Bachminze, Menthe Aquatique
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Die Wasser-Minze erkennst du sofort an ihren kugeligen, rosa-violetten Blütenköpfen, die am Ende der Stängel sitzen, und dem intensiven, erfrischenden Duft ihrer eiförmigen, gezähnten Blätter. Als heimischer Bewohner von Uferzonen ist sie im September eine wertvolle Nektarquelle, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. Besonders Schmetterlinge wie der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) oder die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) profitieren von ihrem Angebot. Wenn du eine feuchte Stelle oder einen Teichrand im Garten hast, kannst du mit dieser robusten Staude wenig falsch machen. Sie ist ein unkomplizierter Gast, der Leben ans Wasser bringt.
Später Nektarschatz im September: Die Wasser-Minze belebt jeden Teichrand.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Wasser-Minze ein Magnet für spezialisierte Insekten. Besonders Dickkopffalter wie der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) und Webers Dickkopffalter (Muschampia tessellum) suchen sie gezielt auf. Auch der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) und der Ockerbindige Samtfalter (Hipparchia semele) nutzen das späte Nektarangebot im September. Neben Faltern finden sich die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und Nachtfalter wie die Hausmutter (Noctua pronuba) an den Blüten ein. Durch ihre Lebensweise im Schlamm und Wasser bietet sie zudem wichtige Strukturen für die Uferfauna.
Auffällig ist, dass die Wasser-Minze laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. Dies liegt oft an den sehr intensiven ätherischen Ölen, die bei empfindlicher Haut oder bei Kleinkindern Reizungen hervorrufen können. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung des Standorts und des typischen Minzgeruchs kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.27 m
Die Wasser-Minze ist recht anspruchslos, solange die Füße feucht bleiben.
Standort: Wähle einen sonnigen Platz, damit sie ihr volles Aroma und viele Blüten entwickeln kann.
Boden: Sie bevorzugt feuchten bis nassen Boden und zählt zu den Mittelzehrern (Pflanzen mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf), braucht also keine Starkdüngung.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen.
Pflege: Da sie über Ausläufer wandert, solltest du ihr im Garten etwas Platz zugestehen oder sie in einen Korb pflanzen, falls sie am Teichrand zu dominant wird. Im Spätwinter kannst du die vertrockneten Stängel zurückschneiden.
Vermehrung: Das Teilen des Wurzelstocks im Frühjahr ist die einfachste Methode.
Kombination: Eine gute Nachbarin ist das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) – beide lieben nasse Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend am Teichrand.
Die Wasser-Minze (Mentha aquatica) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Indigen (einheimische Art) besiedelt sie bevorzugt nasse Standorte wie Gräben, Ufer oder Feuchtwiesen. Typisch für diese Gattung sind die vierkantigen Stängel und die Bildung von Ausläufern (ober- oder unterirdische Kriechsprosse zur Vermehrung). Sie lebt in einer Symbiose mit AM-Mykorrhiza (arbuskuläre Mykorrhizapilze), die im Wurzelraum beim Nährstoffaustausch helfen.
3 Videos zu Wasser-Minze



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103 Arten interagieren mit dieser Pflanze
28 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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