
Silene dioica
Auch bekannt als: Taglichtnelke, Rote Nachtnelke, Rotes Leimkraut
102
Arten
interagieren
241
Interaktionen
dokumentiert
10
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Rote Lichtnelke durch ihre leuchtend rosaroten Blüten auf. Du erkennst sie zudem an den fünf tief eingekerbten Kronblättern (Blütenblätter) und den leicht behaarten, weichen Blättern. Für deinen Naturgarten ist sie ein echter Gewinn, da sie von März bis September eine verlässliche Nektarquelle für Insekten darstellt. Besonders der Kleine Fuchs und die Wald-Lockensandbiene fliegen die Pflanze regelmäßig an. Wenn du ihr einen passenden Platz im Halbschatten gibst, siedelt sie sich dauerhaft bei dir an. Hast du schon einen Standort für diese farbenfrohe Begleiterin im Blick?
Leuchtendes Rosarot von März bis September: Eine Tankstelle für Wildbienen.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Rote Lichtnelke eine lebenswichtige Ressource für verschiedene Bestäuber. Sie dient als Raupenfutterpflanze für spezialisierte Nachtfalter wie die Nelken-Eule (Hadena confusa) und den Lichtnelken-Kapselspanner (Perizoma affinitata). Tagaktive Besucher wie der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzen das Nektarangebot über viele Monate hinweg. Auch Wildbienen wie die Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) und die Wald-Lockensandbiene (Andrena fucata) sind auf ihr zu finden. Sogar die Westliche Kuckuckshummel (Bombus campestris) profitiert von den Beständen. Im Winter bieten die verblühten Stände Strukturen für überwinternde Kleintiere.
Die Rote Lichtnelke ist laut Datenbank nicht kindersicher. Sie enthält Saponine (seifenähnliche Inhaltsstoffe), die bei Hautkontakt oder Verzehr Reizungen hervorrufen können. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen Blütenform im Garten kaum. Achte darauf, dass Kinder die Pflanzenteile nicht in den Mund nehmen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mär – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.56 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (etwa am Rand von Gehölzen).
Boden: Als Starkzehrer benötigt die Pflanze einen nährstoffreichen und „fetten“ Boden.
Feuchtigkeit: Der Untergrund sollte frisch (mäßig feucht) sein und nicht austrocknen.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Mykorrhiza: Die Art ist Mykorrhiza-frei (NM), benötigt also keine Symbiosepilze im Boden.
Pflege: Schneide Verblühtes nicht sofort ab, damit sich die Pflanze über Samen selbst vermehren kann.
Wuchs: Da sie recht kräftig wächst, braucht sie Nachbarn, die nicht sofort verdrängt werden.
Gute Partnerin: Die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) eignet sich hervorragend, da beide ähnliche Standortansprüche an frische Waldrandböden teilen.
Düngung: Bei mageren Böden freut sich die Pflanze über eine Gabe Kompost im Frühjahr.
Die Rote Lichtnelke (Silene dioica) ist eine indigene (einheimische) Wildpflanze, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet ist. Sie besiedelt natürlicherweise frische Waldränder und nährstoffreiche Wiesen. Die Pflanze ist zweihäusig, was bedeutet, dass es getrennte männliche und weibliche Exemplare gibt. Morphologisch auffällig ist der aufgeblasene Kelch (die Schutzhülle der Blüte), der bei den weiblichen Pflanzen nach der Befruchtung deutlich anschwillt. Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit wird sie auf der Roten Liste als ungefährdet geführt.
2 Videos zu Rote Lichtnelke


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73 Arten interagieren mit dieser Pflanze
10 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
19 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_302239321
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