
Epilobium angustifolium
Auch bekannt als: Epilobium angustifolium
59
Arten
interagieren
264
Interaktionen
dokumentiert
13
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt das Schmalblättrige Weidenröschen durch seine kerzengeraden, bis zu zwei Meter hohen Stängel und die leuchtend purpurrosa Blütenkerzen auf. Diese heimische Wildpflanze ist ein wahrer Magnet für hungrige Flieger im Hochsommer. Besonders das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) nutzen das reichhaltige Angebot. Im Garten ist es ein wunderbarer Strukturgeber für sonnige Ecken, der wenig Arbeit macht und viel Naturwert bietet. Wenn du eine Fläche hast, die etwas Wildheit verträgt, ist dieses Weidenröschen genau die richtige Wahl für dich.
Leuchtende Sommerkerzen: Die Hochleistungs-Tankstelle für das Taubenschwänzchen.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Pflanze eine lebenswichtige Tankstelle im Hochsommer. Zu den regelmäßigen Besuchern zählt das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum), das im Schwirrflug Nektar trinkt. Auch die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und verschiedene Feldwespen (Polistes) finden sich an den Blüten ein. Für kleinere Insekten wie den Punktkäfer bietet der dichte Wuchs wertvollen Lebensraum. Die späte Blütezeit von Juni bis August schließt eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot, wenn viele andere Wildblumen bereits verblüht sind.
Achtung: Die Pflanze wird in Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn sie nicht als klassische Giftpflanze gilt, sollten Kleinkinder im Garten zur Vorsicht angehalten werden. Verwechslungen mit stark giftigen Arten sind bei genauer Betrachtung der typischen Blütenkerzen und Weidenblätter jedoch unwahrscheinlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.3 m
Standort: Suche dir einen sonnigen Platz im Garten aus.
Boden: Die Pflanze ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt nährstoffreichen, fetten Boden.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; anhaltende Trockenheit mag sie weniger.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Da sie sich über Wurzelausläufer ausbreitet, solltest du ihr im Naturgarten ausreichend Raum geben.
Rückschnitt: Lass die markhaltigen Stängel über den Winter stehen, sie dienen Insekten als Quartier.
Vermehrung: Sie versamt sich leicht über ihre seidig behaarten Flugsamen.
Kombinationspartner: Gute Nachbarn sind der Gewöhnliche Wasserdost (Eupatorium cannabinum) oder der Wald-Ziest (Stachys sylvatica) – beide teilen die Vorliebe für nährstoffreiche, feuchte Standorte und ergänzen das ökologische Angebot.
Das Schmalblättrige Weidenröschen (Epilobium angustifolium) gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae). Es ist in Deutschland und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt Kahlschläge, Waldränder und Böschungen. Die Pflanze zeichnet sich durch ihre wechselständigen, lanzettlichen Blätter aus, die an Weidenblätter erinnern. Als Pionierpflanze besiedelt sie schnell offene Flächen und bildet über ihre Rhizome (unterirdisch kriechende Sprossachsen) dichte Bestände aus.
37 Arten interagieren mit dieser Pflanze
13 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
9 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_250135930
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