Bild folgtKI-generierte IllustrationDiacrisia sannio (Linnaeus, 1758)
17
Pflanzen
besucht
19
Interaktionen
dokumentiert
17
Wirtspflanzen
bekannt
An den rötlich gesäumten Flügelrändern lässt sich der Rotrandbär sofort erkennen. Dieser heimische Schmetterling ist ein gern gesehener Gast in den Gärten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Während die erwachsenen Falter bevorzugt Nektar am Heidekraut (Calluna vulgaris) oder der Grau-Heide (Erica cinerea) suchen, sind die Raupen bei ihrer Nahrungswahl deutlich vielseitiger. Du findest sie beispielsweise am Zottigen Habichtskraut (Hieracium villosum) oder an verschiedenen Sternmieren (Stellaria). Auch der Kleine Sauer-Ampfer (Rumex acetosella) und der Gewöhnliche Teufelsabbiss (Succisa pratensis) dienen als wichtige Futterquellen für den Nachwuchs. Selbst an Löwenzahn (Taraxacum) oder dem Moor-Gagel (Myrica gale) knabbern die Raupen gern. Um diese Art gezielt zu fördern, kannst du in deinem Garten Bereiche mit Wildkräutern wie dem Kiel-Wegerich (Plantago subulata) einfach unberührt lassen. Da das Tier als Raupe überwintert, solltest du verblühte Stauden und Falllaub unbedingt bis zum nächsten Frühjahr liegen lassen. Ein solcher Verzicht auf übertriebene Ordnung schafft die nötigen Verstecke in der Bodenstreu. So ermöglichst du der nächsten Generation eine erfolgreiche Entwicklung direkt vor deiner Haustür.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, der weder sticht noch beißt. Da der Rotrandbär ein wichtiger Teil der heimischen Artenvielfalt ist, sollte er in seinem Lebensraum ungestört bleiben. Ein vorsichtiges Beobachten der Raupen an ihren Futterpflanzen ist für Mensch und Tier unbedenklich.
Der Rotrandbär (Diacrisia sannio) gehört zur Familie der Eulenfalterartigen (Erebidae) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Ein auffälliges Merkmal ist der ausgeprägte Geschlechtsdimorphismus (Männchen und Weibchen sehen unterschiedlich aus), wobei beide Geschlechter die namensgebenden rötlichen Flügelränder besitzen. Die Art besiedelt bevorzugt sonnige Heideflächen, Moore und magere Wiesen. Die Raupen leben polyphag (sie fressen an vielen verschiedenen Pflanzenarten) und nutzen ein breites Spektrum heimischer Wildkräuter als Nahrungsgrundlage.
17 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →