Bild folgtKI-generierte IllustrationMacropis europaea Warncke, 1973
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Du erkennst die Auen-Schenkelbiene an ihren auffällig verbreiterten Hinterbeinen, die bei den Weibchen mit einer dichten, hellen Behaarung zum Sammeln von Pollen und Pflanzenölen ausgestattet sind. Diese Wildbiene ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und zeigt sich nur in einem kurzen Zeitraum im Sommer. In Deinem Garten ist sie vor allem in den Monaten Juni und Juli aktiv. In dieser Zeit besucht sie gezielt Pflanzen wie den Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum), von dem sie nicht nur Nektar, sondern auch spezielles Blütenöl für ihren Nestbau sammelt. Die Art gilt als oligolektisch (auf wenige Pollenquellen spezialisiert) und ist für ihre Brut auf das Vorhandensein dieser spezifischen Pflanzen angewiesen. Zur Nektaraufnahme nutzt sie zudem die Wasser-Minze (Mentha aquatica), den Echten Faulbaum (Frangula alnus) oder die Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense). Auch an Beerensträuchern wie der Brombeere (Rubus fruticosus), der Himbeere (Rubus idaeus) und der Kratzbeere (Rubus caesius) kannst Du sie beobachten. Um dieses nützliche Tier zu fördern, solltest Du feuchte Gartenbereiche mit Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus) und Gewöhnlichem Schilf (Phragmites australis) erhalten. Da die Biene spezialisiert ist, hilft ihr ein naturnaher Garten mit heimischen Wildpflanzen und unversiegelten Bodenflächen für ihre Nester.
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Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, der für den Menschen keine Gefahr darstellt. Als heimische Wildbiene ist sie ein wichtiger Bestandteil der regionalen Artenvielfalt. Ein Fang oder eine Umsiedlung ist nicht notwendig, da sie sehr standorttreu und friedfertig ist.
Die Auen-Schenkelbiene (Macropis europaea) gehört zur Familie der Melittidae (Sägehornbienenartige) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Mitteleuropa weit verbreitet, bevorzugt jedoch feuchte Lebensräume wie Bachufer oder Waldränder. Für Laien ist sie vor allem durch die namensgebenden, verdickten Schenkel der Weibchen und die Flugzeit im Hochsommer von anderen Bienenarten zu unterscheiden. Ihre Lebensweise ist eng an das Vorkommen von Gilbweiderich-Arten gebunden, da sie Pflanzenöle als Bindemittel für den Larvenproviant nutzt.
23 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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